Hofanlage im Stadtpark öffnet wieder regelmäßig an den Wochenende

hzBauernhausmuseum

Seit einigen Jahren gibt es den Wunsch, die historische Hofanlage im Stadtpark häufiger zu öffnen. Jetzt ist es soweit, dank vielen Ehrenamtlichen.

Vreden

, 16.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die historische Hofanlage im Stadtpark öffnet nun an den Wochenenden ihre Türen für Besucher – am Samstag feierten das die Bürgerstiftung, der Heimatverein und viele Gäste mit einem offiziellen Festakt. Gleichzeitig wurde die neu eingerichtete Museumsschmiede von Pfarrer Christoph Theberath und Pfarrer Klaus Noack eingesegnet. „So einen Empfang hat es im Bauernhausmuseum in den letzten Jahren nicht mehr gegeben, die Bürgerstiftung wird die Öffnung der Hofanlage jetzt lebendig gestalten“, erklärte Hermann Pennekamp, Vorsitzender der Bürgerstiftung Vreden, auf der Tenne des Hofes Früchting. Er sagte, die Bürgerstiftung sei erst am Anfang mit ihren Vorstellungen zur Belebung der westmünsterländischen Hofanlage. Der „Schatz“ müsse besser genutzt werden und „als Projekt der Zukunft, neben dem Kult, mit vielen kleinen Mosaiksteinen begleitet werden“.

Kreis übergibt symbolischen Schlüssel

Alle Teilnehmer der Veranstaltung freuten sich über die symbolische Schlüsselübergabe vom Kreis Borken (Eigentümer der Hofanlage) durch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Elisabeth Büning (Leiterin Fachbereich Bildung, Kultur und Sport) und Wilhelm Stilkenbäumer (Vorsitzender Fachausschuss Kultur und Sport) an Hermann Pennekamp. „Es ist ein Frühlingserwachen in Vreden, mit der Vorfreude und dem Startschuss für einen Neubeginn“, hob Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster hervor. Die elf Gebäude, die seit 1969 im Stadtpark aufgestellt wurden und aus verschiedenen Orten des Kreises Borken stammen, würden den Besuchern das historische bäuerliche Leben und den Arbeitsalltag der Menschen im Münsterland näherbringen. Das neue Konzept der Hofanlage ergänze das Kult als Knotenpunkt für ein kulturelles Gedächtnis.

Hofanlage im Stadtpark öffnet wieder regelmäßig an den Wochenende

Pfarrer Christoph Theberath segnete die neue Museumsschmiede. © Anne Rolvering

„Die Aufstellung des alten Schafstalls des Hofes Früchting und die Realisierung als Museumsschmiede hat eine lange Vorgeschichte. Der Antrag des Heimatvereins an die Stadt Vreden wurde bereits im Dezember 2011 gestellt“, sagte Bernd Kemper, Erster Beigeordneter der Stadt Vreden. Mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung, der Stadt Vreden und viel Eigenleistung des Heimatvereins Vreden konnte das Projekt realisiert werden. „Die Bürgerstiftung hat die Hofanlage mit viel Herzblut zum Leben erweckt, das ist ein Gewinn für den Kulturstandort Vreden“, hob Bernd Kemper hervor.

Museumsschmiede und Seilerei

Anschließend wurden die Besucher mit Musik der Akkordeon-Oldies auf den Hof vor die nun fertig eingerichtete Museumsschmiede begleitet. Die Mitglieder der Tanzgruppe des Heimatvereines Lünten führten gut gelaunt den Kunderdanz vor und erhielten dafür viel Beifall von allen Gästen. Später präsentierten die Mitglieder des Männerchors Vreden in der Schmiede ihren unterhaltsamen Gesang.

Hofanlage im Stadtpark öffnet wieder regelmäßig an den Wochenende

Die Schmiedegruppe zeigte direkt am Sonntag beim Heimattag, was sie alles kann. © Hubert Stroetmann

Guido Leeck, Vorsitzender des Heimatvereins, blickte auf die Historie von Früchtings Schafstall, der vom Hof Früchting in Ellewick erst nach Gaxel versetzt wurde und im Jahr 2007 nach dem Sturm Kyrill von den Mitgliedern des Heimatvereins dort abgebaut wurde. „Der heutige Standort des ehemaligen Schafstalls, im ehemaligen Obstgarten von Degener, ist optimal“, erklärte Guido Leeck. „Jetzt ist wieder zusammengekommen, was zusammengehört. Die Schmiedegruppe erfüllt das Gebäude nun in der neu eingerichteten Museumsschmiede und einer Seilerei mit Leben.“

Lesen Sie jetzt