Holtwisch will nicht nochmal Bürgermeister werden: Fraktionen suchen jetzt Kandidaten

hzKommunalwahl 2020

Nach der Absage von Dr. Christoph Holtwisch für die Kommunalwahl 2020 muss die CDU einen neuen Kandidaten finden. Die SPD ist ebenfalls auf der Suche und noch eine Fraktionen mischt mit.

Vreden

, 31.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dr. Christoph Holtwisch wird zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten. Diese Nachricht am Freitag ist auch der Startschuss für die Kandidatensuche der Fraktionen. Die Frage ist: Wer möchte Bürgermeister werden.

Die CDU möchte nach der Absage von Christoph Holtwisch nun „schnellstmöglich“ einen neuen Kandidaten präsentieren, sagt Fraktionsvorsitzender Heinz Gewering. Bis zur Kommunalwahl sind es zwar noch 14 Monate, doch schließlich müsse sich der neue Kandidat in der Öffentlichkeit bekannt machen.

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Und wer kommt da infrage? „In Vier-Augen-Gesprächen sind natürlich schon ein paar Namen genannt worden, aber die werde ich jetzt sicher nicht nennen. Das werden wir sehr diskret angehen“, so Heinz Gewering. Er selber wird aber nicht antreten. „Das ist ein deutliches Nein. Ich habe mich vor zehn Jahren damit beschäftigt und damals eine Entscheidung getroffen. Die gilt auch heute noch.“

SPD führt die ersten Gespräche

Auch bei der SPD hat es bereits erste interne Gespräche gegeben, sagt Fraktionsvorsitzender Reinhard Laurich. „Das läuft auch völlig unabhängig von der aktuellen Entscheidung von Christoph Holtwisch.“ Die SPD in Vreden halte es für ihre Pflicht, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. „Das ist Demokratie. Es ist ja nicht wirklich demokratisch, wenn es nur einen Kandidaten gibt“, meint Reinhard Laurich.

Konkrete Namen kann auch er noch nicht nennen. Kann er sich denn vorstellen, selber zu kandidieren? „Keine Ahnung, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Er ist 2014 gegen Christoph Holtwisch angetreten.

Die Grünen überlegen, eigenen Kandidaten aufzustellen

Auch die Grünen denken nun darüber nach, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. „Gegen einen Bürgermeister im Amt mit Amtsbonus wären wir vermutlich nicht angetreten. Aber so kann man das überlegen“, meint Fraktionsvorsitzender Gerd Welper. Er selber wird nicht antreten: „Das ist nichts für mich, aber wir haben durchaus Leute, die das Amt ausfüllen würden.“

Bei der Europawahl im Mai 2019 hatten die Grünen auch in Vreden sehr gute Ergebnisse eingefahren. „Wir haben unsere Stimmen fast verdreifacht. Deswegen wäre es vielleicht ein guter Zeitpunkt für einen eigenen Bürgermeisterkandidaten“, so Gerd Welper.

Auch die UWG denkt über einen eigenen Kandidaten nach, allerdings unabhängig von Holtwischs Absage. „Wir werden uns im Laufe des Septembers intern zu diesem Thema besprechen“, sagt Fraktionsvorsitzender Elmar Kampfshoff.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende war am Freitag für die Redaktion nicht zu erreichen.

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