Ilse Langer aus Vreden überzeugt Sterneköche bei „Die Küchenschlacht“

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Die 60-jährige Vredenerin Ilse Langer ist in dieser Woche bei der TV-Show „Die Küchenschlacht“ im ZDF zu sehen. In den ersten beiden Folgen kann sie die Jury komplett überzeugen.

Vreden

, 22.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ilse Langer ist ein echtes westfälisches Original. Das stellt die 60-jährige Vredenerin nun auch bei der ZDF-Fernsehsendung „Die Küchenschlacht“ unter Beweis. In dieser Woche gehört sie zu den sechs Kandidaten, die die Juroren mit ihren Kochkünsten überzeugen wollen.

Die Idee, an der TV-Show teilzunehmen, hatte Ilse Langer allerdings nicht selbst, wie Moderator und Sternekoch Nelson Müller gleich zu Beginn der Sendung verrät: „Sie ist ein bisschen wie die Menschen, die vor einem Fußballspiel sitzen und alles besser können. Da haben die Kinder sich überlegt: Wenn sie so ein lautes Mundwerk bezogen auf ‚Die Küchenschlacht’ hat, dann melden wir sie doch einfach heimlich an.“

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Für die Vredenerin offenbar kein Problem. Zum Abschluss der Vorstellungsrunde bedankt sie sich für die Anmeldung, reckt anschließend die Faust in die Luft und ruft: „Ich schaff‘ das!“ Ihren Worten sollten schnell Taten folgen.

Leibgericht in 35 Minuten kochen

Die Aufgabe bei der am Montag ausgestrahlten Folge: Innerhalb von 35 Minuten das persönliche Leibgericht kochen, welches anschließend vom Hamburger Zwei-Sterne-Kochs Christoph Rüffer getestet wird.

Von ihrer anfänglichen Nervosität ist im Laufe der Show bei Ilse Langer immer weniger zu spüren. Ihr Fischragout mit Kartoffelpüree und grünem Salat bereitet sie routiniert vor. Die Vredenerin lässt sich auch durch den Dialog mit Nelson Müller nicht von der Arbeit abhalten.

Auch bei der Anrichtung der Gerichte stimmte alles.

Auch bei der Anrichtung der Gerichte stimmte alles. © ZDF/Ulrich Perrey

Erst werden Schalotten angeschwitzt, dann die entkernten Gurken dazugegeben. Das Ganze bestäubt Ilse Langer mit Mehl, löscht es mit Fond und Crème fraîche ab und fügt anschließend den Dijon-Senf, Salz und Pfeffer hinzu. Den Schellfisch lässt die 60-Jährige zum Schluss nur drei, vier Minuten in der Sauce garen. Für die Auswahl ihrer Zutaten erntet sie sofort Lob von Nelson Müller: „Es ist immer schön, mit tollen Produkten zu arbeiten.“

Lob vom Sternekoch

Nach 35 Minuten kann sich ihr Ergebnis sehen lassen. Sie sei „ganz schön in Wallungen gekommen“, gesteht sie. Bevor der Sternekoch ihr Leibgericht probieren darf, sagt Ilse Langer: „Mir schmeckt es zumindest.“

Christoph Rüffer sieht das nach zwei Probehäppchen ähnlich: „Die Schmorgurke ist sehr dominant. Das schmeckt gut, ein schönes Fischragout, wunderbar. Kann man nicht anders sagen.“ Auch das Kartoffelpüree wird gelobt: „Es ist eine Wonne. Das schmeckt irrsinnig gut. Kein bisschen schleimig.“ Nur beim Salat gibt es einen kleinen Punktabzug: „Die Säure könnte ein bisschen mehr sein; Zitrone oder Essig.“

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Nichtsdestotrotz zieht die Vredenerin souverän in die nächste Runde ein. Christoph Rüffer wählt ihr Leibgericht als zweites aus und schwärmt erneut in den höchsten Tönen von der Kreation.

„Große Klappe“ – viel dahinter

Bei der zweiten Folge am Dienstag zählen die Vorschusslorbeeren vom Vortag allerdings nichts mehr. Ilse Langer und ihre vier verbliebenen Konkurrenten müssen dieses Mal Vorspeisen präsentieren. Bevor sie sich aber wirklich der Zubereitung widmen kann, muss sie sich zunächst für ihre „große Klappe“ rechtfertigen, die ihr ihre Kinder attestieren. „Das läuft mir schon mein ganzes Leben hinterher“, antwortet sie Nelson Müller lachend.

Anschließend zaubert sie panierte Kohlrabischeiben mit Tomatensauce und knackigem Salat auf den Teller. „Gemüse als Vorspeise esse ich sehr gerne“, erklärt sie und zeigt sich nach 35 Minuten erneut zufrieden mit ihrer Arbeit. Dieses Mal ist es der österreichische Starkoch Richard Rauch, dessen Gaumen über das Schicksal der Kandidaten entscheidet. „Man merkt schon beim Durchschneiden, dass der panierte Kohlrabi nicht zu stark gegart ist“, sagt er noch vor dem Probieren.

Auch geschmacklich stimmt bei Ilse Langers Gericht alles. Auch der Salat überzeugt dieses Mal. Dafür gibt es von Richard Rauch ein „Bravo“. Und so kommt es kaum überraschend, dass die Vredenerin auch am Mittwoch, 23. September, ab 14.15 Uhr im ZDF den TV-Zuschauern (wenigstens) noch einmal ihre Kochkünste präsentieren darf.

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