Mehr Geld für Backkurse, Führungen und Trauungen in der Hofanlage in Vreden

hzBürgerstiftung Vreden

Die Bürgerstiftung Vreden ist seit einem Jahr für die Hofanlage zuständig. Was seitdem passiert, wie das Angebot ankommt und warum die Stadt mehr Geld zahlen soll, waren Themen im Ausschuss.

Vreden

, 16.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die historische Hofanlage im Stadtpark ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Damit das so bleibt, braucht die Bürgerstiftung Vreden mehr Geld. Das hat der Vorsitzende Hermann Pennekamp im Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss sehr deutlich gemacht.

„Wir erwarten mindestens 5000 Euro mehr. Wenn wir die nicht bekommen, müssen wir unser Programm zurückfahren“, sagte er. Die Bürgerstiftung hat die Betreuung der historischen Hofanlage im Januar 2019 übernommen.

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Vorher haben der Kreis und der Heimatverein gemeinsam dafür gesorgt, dass die Anlage betreut wurde. Mit der Eröffnung des Kulturhistorischen Zentrums haben die Stadt und er Kreis gemeinsam beschlossen, dass es keine regelmäßigen Öffnungszeiten mehr geben soll.

Backkurse in der Mühle, Hochzeiten im Bauernhausmuseum

Nach einigem Druck durch die Öffentlichkeit hat sich die Bürgerstiftung bereit erklärt, zu übernehmen. „Aber wir wollten mehr anbieten als eine reine Öffnung. Wir wollten nicht nur den Schlüsseldienst machen“, sagte Hermann Pennekamp.

Deswegen organisiert die Bürgerstiftung zum Beispiel auch Backkurse für Kindergärten, Schulklassen und private Gruppen in der Huningschen Wassermühle. Insgesamt haben daran schon mehr als 850 Kinder teilgenommen. Fast 250 Besucher haben sich von der Bürgerstiftung durch die historische Hofanlage führen lassen. Geheiratet haben im Bauernhausmuseum im vergangenen Jahr 29 Paare.

Regelmäßig am Wochenende geöffnet

Der größte Part aber sind die regelmäßigen Öffnungszeiten. Nicht nur bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Mittelaltermarkt, der Naturtour oder dem Mühlentag sind Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Bürgerstiftung vor Ort. Geöffnet ist die Hofanlage seit einem Jahr auch jeden Freitagnachmittag und am Wochenende ganztägig. Genau 6968 Besucher hat die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr gezählt.

Doch all das koste Geld, machte Hermann Pennekamp klar. Auf der Übersicht für 2019 stehen insgesamt 29.000 Euro für laufende Kosten. Mit dieser Summe hat die Bürgerstiftung durchaus gerechnet. Mit der Aufteilung der Kosten ist Hermann Pennekamp aber alles andere als zufrieden. Denn die Stadt Vreden hat sich im ersten Jahr nur mit 10.000 Euro beteiligt, „obwohl ursprünglich mal 50 Prozent angedacht waren“, so Pennekamp. 11.500 Euro kamen vom Kreis Borken.

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„Das erste Jahr war also unterfinanziert, wir mussten vieles aus eigener Tasche zahlen.“ Der Anteil der Bürgerstiftung lag 2019 bei 7.500 Euro für laufende Kosten plus 5650 Euro für neue Stühle, Sonnenschirme und Stehtische.

Fachausschuss will Zuschuss der Stadt erhöhen

Für das laufende Jahr „erwarten wir deswegen mindestens 15.000 Euro von der Stadt Vreden“, sagte Hermann Pennekamp. Und damit stieß er durchaus auf offene Ohren. „Die fast 7000 Besucher sind wirklich beeindruckend. Ich möchte mal wissen, wie viele Besucher zeitgleich das Kult hatte, und da stecken wir ja wirklich eine Menge Geld rein“, sagte Andreas Hartmann (CDU).

Die 5000 Euro mehr im Jahr sollen auf die Nachforderungsliste des Haushalts gestellt werden. Der Rat entscheidet dann am Mittwoch, 19. Februar.

Der Ausschuss war sogar bereit, direkt auch 12.000 Euro für ein neues Mühlrad zur Verfügung zu stellen. Doch da musste Bernd Kemper einschreiten: „Das Mühlrad steht hier nicht auf der Tagesordnung, deswegen ist das formell nicht möglich.“ Doch die Fraktionen haben bereits durchblicken lassen, dass ein entsprechender Antrag bei den Haushaltsberatungen in der Ratssitzung kommen wird.

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