Mehr Geld für Strom

Stadtlohn/Vreden/ Südlohn "Immerhin bleiben die Preise bei Gas und Wasser zunächst stabil." Alfred Kramer möchte das Gespräch gern mit einer guten Nachricht für die Kunden beginnen.

04.01.2008, 20:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei unverzichtbare Güter sind es, für deren Lieferung an die Haushalte in Stadtlohn, Vreden und Südlohn die SVS-Versorgungsbetriebe stehen. Aber die Augen der Öffentlichkeit richten sich derzeit wenig auf die beiden Geschäftsfelder, in denen der kommunale Versorger mit stabilen Preisen aufwarten kann. Was vielen Menschen Sorge beim Blick auf ihr monatliches Budget bereitet, sind die steigenden Preise für elektrischen Strom.

Das weiß auch Geschäftsführer Alfred Kramer. "Wir kommen an der Erhöhung nicht vorbei", bekennt er offen. Der Energiepreis sei wiederum gestiegen, dazu kämen die Mehrkosten für erneuerbare Energie, verweist Kramer darauf, dass die Anhebung nicht "hausgemacht" sei: "Der Einkaufspreis für Strom hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Wir kaufen börsenorientiert ein; da ist derzeit kein vernünftiger Preis zu erzielen."

Nachlass

Zum 1. Januar diesen Jahres sind für die SVS-Kunden die Strompreise gestiegen: Lag der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde für Haushaltsbedarf in diesem Jahr bei 16,74 Cent brutto, so erhöht er sich nun auf 19,87 Cent. "Die Preisanpassung macht sich bei einer jährlichen Abnahme von 3500 Kilowattstunden mit einem monatlichen Mehrpreis von 3,44 Euro bemerkbar", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der SVS. Wer sich für ein Jahr binde, erhalte zudem einen Nachlass. "Und wir schütten dadurch keine höheren Gewinne aus", unterstreicht Alfred Kramer. Denn die Erlöse aus dem Stromgeschäft - "und die sind ohnehin nur sehr klein", stecke die SVS in die Tilgung ihrer Schulden. Ein Vorgang, der sich noch auf absehbare Zeit fortsetzen werde. Um das zu erklären, bedarf es eines Blicks in die Geschichte der SVS: Aus dem einstigen Wasser- und Gasversorger wurde vor einigen Jahren nur dadurch auch ein Stromlieferant, dass er der RWE das Leitungsnetz in seinem Geschäftsgebiet abgekauft hat.

Kredite nötig

Eine Investition, die ohne Kreditmittel nicht zu schultern gewesen wäre. Dennoch könne sich der Strompreis bei der SVS auch im Vergleich durchaus sehen lassen: "Wir liegen meist unter dem, was die RWE nimmt, höchstens mal genauso viel, aber nie darüber." Und wie geht es weiter mit den Preisen für die Energie? "Der Preisanstieg wird insgesamt wohl noch anhalten, aber nicht mehr in dem Maße." to Lösungen

Der Preis für Wasser liegt zurzeit bei der SVS bei 0,96 Euro brutto pro Kubikmeter. Für Gas zahlen Kunden bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 000 kwH einen Arbeitspreis von 4,82 Cent und einen Grundpreis von 108 Euro netto.

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