Im Turm am Ende des Hauptweges auf dem Friedhof soll eine Kopie des Stromberger Kreuzes angebracht werden. © Markus Gehring
Städtischer Friedhof

Mit zwei Jahren Verspätung: Bauprojekt am Friedhof in Vreden nimmt Gestalt an

Auf dem Vredener Friedhof sollen zwei Türme gebaut werden. Nach dem Beschluss 2018 sollte schnell gestartet werden – der Bau hat sich jedoch bis jetzt verzögert. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zwei graue Betonklötze ragen am Anfang und Ende des Hauptweges am städtischen Friedhof an der Zwillbrocker Straße in Vreden aus der Erde. Hier werden zwei Türme gebaut. Am Anfang des Weges ein Turm für die Norbertglocke, die früher in der Marienkirche verwendet wurde. Der Turm am Ende des Weges wird für eine Kopie des Stromberger Kreuzes, auch aus der Marienkirche, erbaut.

Das Bauprojekt wurde bereits Ende 2018 beschlossen. Damals hieß es: „Mit den Arbeiten zur Errichtung der beiden Türme soll möglichst im Herbst dieses Jahres begonnen werden.“ Tatsächlich hat es jedoch bis November 2020 gedauert, also zwei Jahre, bis die Bauarbeiten am Friedhof begonnen haben.

Türme sollen Ostern 2021 fertig sein – „wenn alles gut läuft“

Das hatte laut Bernd Brüggemann, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Vreden, zweierlei Gründe. „Die Verzögerung hat einmal mit der Fülle an anderen Projekten zu tun“, sagt er und nennt dabei die Beispiele Schule und Rathaus. Außerdem: „Dann aber auch mit der nicht einfachen technischen Klärung für die Ausführung der Stahlbetonkuppel.“

Bisher stehen nur die Außenwände der Türme. Die sind rundlich geformt. Die Kuppel soll obendrauf kommen. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, sollen die Türme einmal aussehen wie umgedrehte und in der Mitte durchgeschnittene Reagenzgläser – mit entweder Glocke oder Kreuz unter der Kuppe.

Der Glockenturm soll am Anfang des Hauptweges auf dem städtischen Friedhof seinen Platz finden.
Der Glockenturm soll am Anfang des Hauptweges auf dem städtischen Friedhof seinen Platz finden. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Wir werden in der nächsten Woche beginnen, die Kuppeln zu erstellen“, sagt Bernd Brüggemann. „Wenn alles gut läuft und Corona uns nicht zu sehr ärgert, möchten wir die Türme zu Ostern fertigstellen.“ Wenn die Türme fertig sind, können auch Glocke und Kreuz „einziehen“. Das wird jedoch erst nach Ostern passieren.

Glocken- und Kreuzturm sollen besondere Symbolik darstellen

Das Bauprojekt wird von verschiedenen Bereichen finanziert. Den größten Teil gibt die Stadt Vreden dazu. Bei der Verabschiedung des Haushalts im April 2020 wurde von der CDU beantragt, „dass sich die städtischen Mittel auf 60.000 Euro belaufen“, gibt Erster Beigeordneter Bernd Kemper an. Er betont aber: „Das Geld kommt von der Stadt, nicht vom Gebührenzahler.“

Die Kirche selbst gibt einen Zuschuss von 30.000 Euro dazu. Die Sparkassenstiftung zahlt für einen der beiden Türme, den Glockenturm, 5.000 Euro. Somit ergibt sich eine Gesamtsumme von 95.000 Euro für das Bauprojekt auf dem städtischen Friedhof.

Bernd Kemper freut sich, dass die Türme langsam immer mehr Gestalt annehmen. „Auch wenn es länger gedauert hat“, sagt er. „Es ist eine große Symbolik und Aufwertung für den städtischen Friedhof.“ Der Glockenturm am Anfang des Weges steht für „Alpha“, der Kreuzturm am Ende für „Omega“. Das sind der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Und genau das sollen die Türme symbolisieren: den Anfang und das Ende.

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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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