Knapp 38 Meter über den Pop-Up-Freizeitpark kommt man im Europa Rad. © Till Goerke
Mit Video und vielen Fotos

Pop-Up-Freizeitpark: Echtes Kirmesfeeling trotz Corona-Auflagen

Das Warten hat ein Ende. Das Kirmesfeeling kehrt nach Vreden zurück. Etwas anders als üblich, aber doch auf seine ganz eigene Art überzeugend, wie unser Besuch bei der Eröffnung zeigt.

Der Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft, bunte Lichter blinken, Musik mischt sich mit verzerrten Lautsprecherdurchsagen wie „auf geht`s, wir drehen auf“ und das Wetter klart auf: Auf dem Pop-Up-Freizeitpark in Vreden kommt echtes Kirmes-Feeling auf. Und doch ist nicht alles wie üblich.

Ein Vergleich mit der „echten“ Kirmes in Vreden verbietet sich allerdings von selbst. Denn Corona ist auch auf dem Bierbaumgelände allgegenwärtig. Maskenpflicht, Einlasskontrollen und kein Alkoholausschank sind die Folge.

Kirmes-Alternative kommt gut an

Und doch: Schaut man in die Gesichter der überwiegend jungen Besucher oder die der Kinder, die ihre Eltern auf Trab halten, wird schnell klar: Alle genießen die Alternative zur Vredener Kirmes, die auch in diesem Jahr wegen der Pandemie ausfallen musste, in vollen Zügen.

Pfützen umkurven blieb am Samstag nicht aus.
Pfützen umkurven blieb am Samstag nicht aus. © Till Goerke © Till Goerke

Fleißige Helfer verteilen sogar noch nach dem offiziellen Start am Samstag (28. August) um 14 Uhr Kies auf dem Gelände. Es soll die Pfützenbildung etwas eindämmen, denn das Wetter meint es zunächst nicht gut mit den Schaustellern und Besuchern. Doch im weiteren Verlauf des Nachmittages klart das Wetter auf und das Gelände füllt sich.

Sehnsucht nach Kirmes ist groß

„Wir sind einfach froh, dass es wieder los geht“, sagt Schausteller Wolfgang Heinz, der in seinem Stand Mandeln, Paradiesäpfel und viele weitere Naschereien anbietet. „Ich bin ein alter Hase, der immer zur Kirmeszeit nach Vreden kommt“, sagt er mit einem Lachen, ehe er die Äpfel in die knallrote Zuckerglasur eintaucht.

Schausteller Wolfgang Heinz kommt schon seit Jahren nach Vreden. Und das immer gerne, wie er sagt.
Schausteller Wolfgang Heinz kommt schon seit Jahren nach Vreden. Und das immer gerne, wie er sagt. © Till Goerke © Till Goerke

Wie groß die Sehnsucht der Vredener nach Kirmesfeeling ist, verdeutlicht ein Beispiel, dass Wolfgang Heinz anführt. Bereits während des Aufbaus hätten viele Vredener neugierig durch die Umzäunung des Bierbaumgeländes geschaut. Eine kleine Prise Kirmes vorab erhaschen, darum sei es gegangen.

Fotostrecke

Eröffnung Pop-Up-Freizeitpark in Vreden

Die Stimmung ist entspannt. Nur das Gekreische der Fahrgäste aus dem „Musikexpress“ oder dem Höhenflug im „X-Factor“ durchbricht immer wieder die allgemeine Murmel-Musik-Geräuschkulisse.

Deutlich ruhiger geht es da in den Kinderkarussells zu. Und da nehmen die Kleinen auch mal bereitwillig die Mama hinten im „Polizeiauto“ mit, solange es dafür Fahrchips gibt. „Das gibt doch ein schönes Bild ab“, sagt der Familienvater, der das Treiben mit einem Schmunzeln verfolgt.

Für Fahrchips nehmen die Kinder sogar bereitwillig die Mama mit.
Für Fahrchips nehmen die Kinder sogar bereitwillig die Mama mit. © Till Goerke © Till Goerke

Natürlich fehlen auch nicht Dosenwerfen und Entenangeln. Oder aber Bogenschießen. Darin versucht sich auch ein junges Pärchen. Zisch, klack und schon sind die Pfeile über einige Meter auf der Zielscheibe gelandet. Einige sogar in der Mitte. Am Ende gibt es dennoch nur einen Trostpreis. „Besser als gar nichts“, nehmen es die beiden gelassen.

Hoch hinaus über Vreden

Nicht ganz so gelassen ist dann die Fahrt im Europa Rad. Zumindest für den MLZ-Reporter. 120 Tonnen Gewicht, 24.000 LEDs, ein Raddurchmesser von 35 und eine Gesamthöhe von 38 Metern – das kann schon Respekt einflössen. Zumindest, wenn man Höhenangst hat.



Doch die Fahrt lohnt sich. Zwar schaukelt die Kabine im Wind, doch der Blick über den Pop-Up-Freizeitpark ist beeindruckend. Und selbst in luftiger Höhe sind noch die Schreie der Menschen aus anderen Fahrgeschäften zu hören. Runde um Runde geht es rauf und runter. Und doch ist es schön, nach einigen Minuten wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Die Regeln

  • Zum Pop-Up-Freizeitpark bekommen maximal 2.500 Leute Einlass. Die Personenzahl wird gezählt, sodass jederzeit ein genauer Überblick über die anwesenden Gäste besteht.
  • Die allgemeinen Hygieneregeln müssen zwingend eingehalten werden. Das bedeutet, dass vor und in den Fahrgeschäften und Buden sowie in den Warteschlangen Maskenpflicht herrscht.
  • Der Pop-Up Freizeitparkt ist montags bis samstags von 14 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von 11 bis 22 Uhr.
Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.