Schmitz Cargobull macht 1,6 Milliarden Umsatz

Investitionen geplant

Das Fahrzeugbau-Unternehmen Schmitz Cargobull mit Sitz in Horstmar und Werk in Vreden hat jetzt seinen Geschäftsbericht veröffentlicht. Das Absatzziel konnte nicht erreicht werden. Immerhin wurde trotz der deutlichen Rückgänge im Geschäft mit Russland das Vorjahres-Niveau gehalten. Ein Umsatz von 1,6 Milliarden Euro wurde erzielt.

VREDEN

16.10.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Kompetenzwerk Vreden des Unternehmens Schmitz Cargobull werden temperierte Sattelkoffer hergestellt.

Im Kompetenzwerk Vreden des Unternehmens Schmitz Cargobull werden temperierte Sattelkoffer hergestellt.

Die Nachfrage in Spanien, Frankreich und Großbritannien wachse weiter kräftig, während sie in Russland merklich nachlasse, teilte der Trailerhersteller jetzt mit. Schmitz Cargobull habe sich in einem turbulenten Jahr als Markt- und Technologieführer behauptet. "Dank des Wachstums in West- und Zentraleuropa konnten wir die deutlichen Rückgänge in Russland und Osteuropa weitgehend ausgleichen", bilanziert Vorstandsvorsitzender Ulrich Schümer in der Pressemitteilung.

Das Geschäftsjahr 2014/2015 sei mit viel Schwung gestartet. Wachsender Auftragseingang und positive Konjunkturaussichten für die Volumenmärkte in Zentral- und Westeuropa hätten den Trend vorgegeben Nach einem starken zweiten Quartal 2014 bremste aber die Politik die Investitionsbereitschaft.

Ukrainekonflikt

Russland reagierte auf die Sanktionen wegen des Ukrainekonfliktes mit einem Lebensmittel-Einfuhrstopp. Die Folge für die Logistikbranche: "Im zweiten Halbjahr 2014 ging die Nachfrage deutlich zurück", berichtet Schümer. Erst im ersten Quartal 2015 belebte sich der Auftragseingang wieder. "So haben wir am Ende unser Absatzziel zwar nicht mehr ganz erreicht, aber zumindest das Vorjahresniveau nahezu gehalten."

Im November wurde das Werk im chinesischen Wuhan fertiggestellt. Im Stammwerk Altenberge entstand eine neue Fertigungshalle, in der seit Juli die neuen Komponenten für die innovative Fahrzeuggeneration Genios vom Band laufen.

Transportmärkte erholen sich

Grundsätzlich habe sich in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres eine weitere Erholung der Transportmärkte abgezeichnet, so das Unternehmen. Der Fahrzeugabsatz der Unternehmensgruppe soll im angelaufenen Geschäftsjahr mehr als 45000 Einheiten erreichen. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 sind Investitionen in Höhe von 71 Millionen Euro geplant.

Mit einem Fahrzeugabsatz von 44 000 Einheiten (Vorjahr: 45 000) erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,589 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,625 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) lag bei 53,2 Millionen. Euro.

Besondere Einflüsse

Belastet wurde das Ergebnis durch besondere Einflüsse durch Währungseffekte – wie zum Beispiel die Abwertung des Rubels und die Anpassung des Schweizer Franken – als auch die Anlaufkosten für den Werksneubau in China.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 55,5 Prozent. Damit liegt Schmitz Cargobull nach eigenen Angaben auf einem der Spitzenplätze in der deutschen Industrielandschaft. 5100 Mitarbeiter hat Schmitz Cargobull im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt.

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