Viele Menschen sehnen sie herbei: die Corona-Schutzimpfung. © picture alliance/dpa
Corona-Schutzimpfung

Stärkere Nebenwirkungen nach zweiter Corona-Spritze

Vielerorts sind die Zweit-Impfungen gegen Corona in stationären Pflegeeinrichtungen bereits abgeschlossen. Vor allem eine Gruppe zeigte nach der zweiten Spritze stärkere Nebenwirkungen.

In einigen Pflegeeinrichtungen in Ahaus und Vreden sind die Erst- sowie Zweit-Impfungen gegen das Coronavirus bereits abgeschlossen. Die Impfbereitschaft beim Personal und den Bewohnern stationärer Einrichtungen in der Region war groß. Aber gibt es Klagen über Nebenwirkungen nach den beiden Spritzen?

Die Impfungen gegen das Coronavirus erfolgen in zwei Dosen, die im Abstand von drei bis vier Wochen, je nach Impfstoff, erfolgen. Nach der ersten Schutzimpfung haben kaum Leute über Nebenwirkungen geklagt. Müdigkeit oder eine gerötete Einstichstelle waren der leise Tenor. Nach der zweiten Impfung scheint sich das Bild zu ändern.

Jüngeres Personal zeigt stärkere Nebenwirkungen nach zweiter Spritze

Zum Pflegenetzwerk Westmünsterland gehören sechs stationäre Senioren- und Pflegezentren, unter anderem in Ahaus, Stadtlohn und Vreden sowie vier Tagespflege-Einrichtungen. Bisher wurden die Mitarbeiter der stationären und Tagespflege-Einrichtungen sowie deren Bewohner beziehungsweise Patienten mit der ersten Spritze geimpft, sofern sie gewillt waren. Aktuell stehen noch drei Zweit-Impftermine für St. Josef in Stadtlohn und St. Georg in Vreden für die erste Februarwoche aus.

„Zur Verträglichkeit zeichnet sich generell ab, dass die erste Impfung insgesamt gut vertragen worden ist“, sagt Christiane Nitsche-Costa, Öffentlichkeitsreferentin des Pflegenetzwerkes Westmünsterland. Vereinzelt haben sich die Geimpften über Rötungen und leichte Schmerzen um die Einstichstelle beklagt. Ebenfalls habe es einzelne Personen gegeben, die von Müdigkeit berichteten.

Nach der zweiten Corona-Schutzimpfung sind vereinzelt stärkere Nebenwirkungen aufgetreten. Die Mitarbeiter zeigen Erkältungssymptome, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost. „Betroffen waren eher jüngere Impflinge aus der Mitarbeiterschaft als ältere“, sagt Christiane Nitsche-Costa. „Aus den Reihen der Bewohner und Gäste haben wir keine Rückmeldungen über Unverträglichkeiten gemeldet bekommen.“ Bei allen hielten die Nebenwirkungen nicht länger als ein bis zwei Tage an.

Ältere Bewohner beklagen sich nicht über Nebenwirkungen

Zum Caritasverband Ahaus-Vreden gehören sechs stationäre Altenhilfe-Einrichtungen unter anderem in Ahaus, Stadtlohn und Heek. Auch hier zeichnet sich ein ähnliches Bild nach den Corona-Impfungen ab, die in den Einrichtungen in Ahaus bereits komplett abgeschlossen sind. „Die Bewohner haben es sehr gut vertragen. Sogar noch besser als die Mitarbeiter“, sagt Christian Bödding, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Caritasverband Ahaus-Vreden.

Während die Mitarbeiter nach der ersten Corona-Impfung nur vereinzelt und sehr geringe Nebenwirkungen wie Müdigkeit und ein Brennen im Arm beklagten, wurden die Klagen nach der zweiten Impfung vereinzelt stärker. „Die zweite Impfung hat bei einzelnen Mitarbeitern zu folgenden Nebenwirkungen geführt: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost“, zählt Christian Bödding auf.

„Umgerechnet auf die jeweilige Zahl der Mitarbeiter in den Einrichtungen lässt sich das mit einem Prozentwert kaum darstellen.“ Es seien Einzelfälle, die für ein bis zwei Tage Symptome zeigen. Aus den Reihen der Bewohner sind keine Nebenwirkungen zugetragen worden.

Stationäre Pflegeeinrichtungen sollen bald alle zweite Impfung haben

In vielen Einrichtungen in der Region sind die Zweitimpfungen noch nicht abgeschlossen. Mitte der ersten Februarwoche finden im St. Josef Senioren- und Pflegezentrum in Stadtlohn und St. Georg Senioren- und Pflegezentrum in Vreden die für diese Einrichtungen geplanten Zweit-Impftermine statt. Im Henricus-Stift in Südlohn und im Ludgerus-Haus in Heek werden die Zweit-Impfungen bis Ende der ersten Februarwoche abgeschlossen sein.

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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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