Statt des großen Berkelbalkons kommt nun eine kleinere Umgestaltung

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Die Fläche rund um das Berkelkraftwerk soll aufwendig umgestaltet werden. Auch der Fluss soll stärker in den Fokus rücken. Verwaltung und Politik haben zusammen einen Plan ausgearbeitet.

Vreden

, 02.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der große Berkelbalkon kommt nicht, trotzdem wird die Fläche rund um das Berkelkraftwerk umgestaltet. Es gibt eine kleine Version des Balkons, um die Berkel erlebbar zu machen. Das Tor am Berkelkraftwerk wird versetzt, um dort eine neue Freifläche zu schaffen. Im Bauausschuss kamen die Pläne am Montag gut an.

Nicht einsehbarer Treffpunkt macht Sorgen

Hermann Hildring (CDU) hatte zunächst noch gefordert, das Tor nicht zu versetzen. Weil die Fläche nicht einsehbar sei, fürchtete er, dass sie zu einem inoffiziellen Treffpunkt verschiedener Gruppen werden könne, woraus Probleme entstehen könnten. Damit fand er jedoch keine Mehrheit. Mehr noch: Das Tor müsse versetzt werden, um den kleinen Berkelbalkon überhaupt anlegen zu können. Auch könne die neue Freifläche nur dann richtig genutzt werden. Dafür hatte auch Gerd Welper (Grüne) geworben.

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Wie der Beigeordnete Bernd Kemper erklärte, gebe es auch erste Gespräche mit dem Kunst- und Kulturverein Berkelkraftwerk. Der könne sich verschiedene Modelle vorstellen, um die neue Freifläche am Berkelkraftwerk zu nutzen. Sogar ein gastronomisches Konzept sei möglich. Für konkrete Eckpunkte sei es aber noch zu früh. Insgesamt begrüße der Verein die Aufwertung aber ausdrücklich.

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Weitere Ideen für die Gestaltung:

  • Auf der Freifläche vor dem Berkelkraftwerk wird eine Kombination aus Bänken und Tischen aufgestellt. Sie soll auch Radtouristen Gelegenheit zur Rast geben.
  • Das Mühlenrad, das bisher zwischen Kraftwerk und Wassermühle steht, soll an der Nordseite des Kraftwerks – und damit prominenter – aufgestellt werden.
  • Statt einer Blumenwiese vor dem Gebäude sollen Hortensien und Strauchgruppen angelegt werden.
  • Der Zaun am Stadtgraben wird auf der gesamten Länge direkt an der Gewässerkante aufgestellt. Statt der Wildrosen dort soll eine Rasenfläche angelegt werden.
  • Die vier Erlen zwischen der Stadtgrabenmündung und dem Kindergarten bleiben erhalten. Die Ulmen, die zusätzlich angepflanzt werden, kommen in die Lücken zwischen den alten Bäumen.

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Insgesamt sind für die Umgestaltung dort 93.000 Euro vorgesehen. Weil das ursprüngliche Projekt „Berkelbalkon“ nicht mehr umgesetzt werden kann, spart die Stadt aber sogar noch Geld: Für die größere Planung waren 148.200 Euro vorgesehen. Die Bezirksregierung hatte eine weitere Förderung gestrichen, nachdem klar wurde, dass der Berkelbalkon nicht mehr in diesem Jahr gebaut werden könne.

In einer Sitzung im August hatte die Verwaltung bereits erste Pläne für die Umgestaltung am Berkelkraftwerk vorgestellt. Die wurden aber bei einem Ortstermin mit der Politik Anfang September auf den jetzigen Stand überarbeitet. Diesen Plänen stimmte der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Montag schließlich einstimmig zu.

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