Verkehrssünder auf dem Rad werden ausgebremst

Polizei kontrolliert

Polizeioberkommissar Manfred Könning stellt sich mit ausgebreiteten Armen mitten auf den Fahrradweg. Eine Radfahrerin muss scharf bremsen und kommt kurz vor dem Polizist zum Stehen. „Ihre Bremsen scheinen gut zu funktionieren“, sagt er, lächelt und lässt die Frau weiterfahren.

VREDEN

, 18.11.2014, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Häufige Ursachen sind das Fahren ohne Licht, die Missachtung von Rotlicht oder der Vorfahrt, verbotenes Linksfahren oder das Befahren von Zebrastreifen. Auf diese Verstöße werden die Polizisten in Vreden in dieser Woche vermehrt achten. Dabei sprechen sie nicht nur mündliche Verwarnungen aus, sondern ziehen auch Konsequenzen. „Das Fahren ohne Licht kostet 20 Euro, bei einer fehlenden oder kaputten Klingel sind 15 Euro fällig und die Benutzung eines Handys auf dem Fahrrad kostet 25 Euro“, fasst Veldmann zusammen. Bei Kindern unter 14 Jahren könne er jedoch keine Strafe verhängen. In diesen Fällen schicken die Polizisten einen Brief an die Eltern, in der Hoffnung, dass sie etwas unternehmen. „Wenn ein Kind öfter auffällt, können wir mit dem Bezirksbeamten sprechen, der dann das Gespräch mit den Eltern sucht“, sagt der Polizeihauptkommissar. Mittlerweile ist es 7.50 Uhr und die Schule hat begonnen. Es kommen kaum noch Radfahrer an dem Kreisverkehr vorbei.

„Strafen bei fehlendem Licht können wir jetzt auch nicht mehr verhängen, dafür ist es schon zu hell“, sagt Veldmann. Die drei Polizisten halten noch einige Radfahrer an und weisen sie darauf hin, dass Licht dennoch sinnvoll wäre. Aber auch Lob sprechen sie aus. Rethfeld hält Jutta Schwering an und erklärt: „Sie sind vorbildlich durch den Kreisverkehr gefahren. Wirklich gut.“ Auch bei Thoralf Riething ist alles in Ordnung. Er fährt mit Licht, obwohl es schon fast ganz hell ist und die Straßenlaternen bereits abgeschaltet sind. Bei der Kontrolle haben die drei Polizisten nur ein einziges Verwarngeld verhängt. „Wir hatten niemanden mit einem Handy auf dem Fahrrad. Nur eine 16-Jährige haben wir ohne Licht gesehen“, sagt Könning.  Allerdings haben sie insgesamt acht Elternbriefe verschickt. „Es fällt aber auf, dass immer weniger ohne Licht unterwegs sind. Die neuen Nabendynamos im Rad sind robuster und funktionieren sehr zuverlässig“, resümiert Rethfeld.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt