Video: Marktplatz verwandelt sich in Festival-Gelände mit Sandfläche, Palmen und Bühnen

hzOffshore City Beach

Unser Video zeigt, wie 160 Tonnen Sand auf dem Vredener Marktplatz für das Beach-Festival am Wochenende abgekippt werden. Aber was passiert eigentlich nach der dreitägigen Party damit?

Vreden

, 14.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die bunte Wimpelkette flattert vor strahlend blauem Himmel im Wind. Darunter brummt der Radlader. Christina Tenhagen verteilt damit am Donnerstagmorgen mehrere Tonnen Sand auf dem Marktplatz zwischen Brunnen und Fahrtrasse. Es sind die Vorbereitungen für das Festival „Offshore City Beach“, das von Freitag bis Sonntag stattfindet.

Normalerweise kippt das Unternehmen Tenhagen so große Mengen Sand eher in Baugruben. „Das ist das erste Mal, dass wir Sand auf einem Marktplatz verteilen“, sagt Hubert Tenhagen schmunzelnd. Aber mit dem Material kennt sich der Baumaschinenverleiher aus, deswegen bereitet das Ganze wenig Probleme.

Vlies soll das Pflaster schützen

Gegen 9 Uhr am Donnerstagmorgen fangen die Mitarbeiter mit den Vorbereitungen an. Um das Pflaster zu schützen rollen sie ein Vlies aus Kunststoffgewebebändern aus. 20 mal 15 Meter groß ist die Fläche am Ende. Dann rollt der erste Kipper voller Sand an. Der kommt aus einer Sandgrube in der Nähe des Flughafens Wenningfeld.

Video
Vorbereitungen für das Beach-Festival in Vreden

Hubert Tenhagen kippt den Sand ab, direkt folgt die zweite Ladung von einem zweiten Fahrzeug. Seine Tochter Christina Tenhagen verteilt die Haufen auf der Fläche, während die Kipper die nächste Fuhre aus Wenningfeld holen. Nach und nach füllt sich die Fläche mit Sand.

Nur 24 Stunden später werden hier hoffentlich viele Besucher mit einem Volleyball-Spiel das Beach-Festival eröffnen. „Wir haben die Fläche extra so groß und auch so dick geplant, dass man sich beim Spielen ohne Gefahr hinwerfen kann“, meint Veranstalter Rolf Elsing. 30 Zentimeter dick soll die Sandfläche sein.

Monatelange Planung für das Beach-Festival

Rolf Elsing und Michael Meyerink planen das dreitägige Stadtfestival schon seit Monaten. Im vergangenen Jahr sind sie recht spontan eingesprungen und haben ein Public Viewing zur Weltmeisterschaft organisiert, nachdem der ursprüngliche Veranstalter kurzfristig abgesagt hatte. Auch das Domhof-Festival desselben Veranstalters findet seitdem nicht mehr statt.

„Wir haben uns dann bereit erklärt, diesen Part in den folgenden Jahren zu übernehmen und etwas für die Innenstadt zu organisieren“, erinnert sich Rolf Elsing. Einen konkreten Plan hatten die beiden Gastronomen da jedoch noch nicht. Erst später, nach Gesprächen mit dem Stadtmarketing und einem Besuch einer ähnlichen Veranstaltung in Gelsenkirchen, reifte die Idee, den Beach vom Berkelsee in die Innenstadt zu holen. Michael Meyerink und Rolf Elsing betreiben gemeinsam den „Offshore Berkel Beach“ am Berkelsee.

Zahlreiche Vredener Akteure eingebunden

„Wir wollten das aber nicht alleine machen, sondern wollten möglichst viele Vredener ins Boot holen“, erklärt Rolf Elsing. Und das ist den beiden Veranstaltern auch geglückt. Die Händler in der Innenstadt haben ihre Öffnungszeiten verlängert und zum Teil eigene Aktionen geplant. Unternehmen haben fleißig gespendet und zahlreiche Vereine beteiligen sich am Programm. „Auf der Bühne werden viele Nachwuchsband aus Vreden stehen, die die Chance nutzen wollen, sich zu präsentieren“, so Rolf Elsing.

Während immer mehr Sand auf dem Marktplatz landet, ist Michael Meyerink im Stress. Ein Lkw nach dem nächsten fährt auf den Platz mitten in der Innenstadt. Und jeder Fahrer möchte von Michael Meyerink wissen: Wo sollen wir das abstellen?

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Vorbereitungen für das Beach-Festival

Die Vorbereitungen für das Beach-Festival auf dem Vredener Marktplatz liefen am Donnerstag auf Hochtouren.
13.06.2019
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Christina Tenhagen verteilte den Sand auf der Fläche.© Victoria Thünte
Der erste Haufen Sand landete gegen 9.30 Uhr am Donnerstag auf dem Marktplatz.© Victoria Thünte
Das Unternehmen Tenhagen lieferte insgesamt 160 Tonnen Sand an.© Victoria Thünte
Zuerst rollten die Mitarbeiter ein Flies aus, um das Pflaster vor Beschädigungen zu schützen.© Victoria Thünte
Das Unternehmen Tenhagen lieferte insgesamt 160 Tonnen Sand an.© Victoria Thünte
Überall standen Kartons mit Material herum.© Victoria Thünte
Die Liegestühle lehnten noch verpackt an der Wand des alten Rathauses.© Victoria Thünte
Die beiden Bühnen standen am Donnerstagmorgen bereits.© Victoria Thünte
Ein Kipper nach dem nächsten lud Sand auf dem Marktplatz ab.© Victoria Thünte
Insgesamt landeten 160 Tonnen Sand auf einer Fläche von 20 mal 15 Metern.© Victoria Thünte
Parkverbot auf dem Marktplatz für die Zeit des Festivals© Victoria Thünte
Gefeiert wird zwischen dem Brunnen und der Kirche auf dem Marktplatz.© Victoria Thünte
Christina Tenhagen verteilte den Sand mit einem Radlader.© Victoria Thünte
Der Sand türmte sich auf dem Marktplatz.© Victoria Thünte
Hubert Tenhagen war für die Lieferung und Ausbreitung des Sandes verantwortlich.© Victoria Thünte
160 Tonnen Sand landeten auf dem Marktplatz.© Victoria Thünte
Christina Tenhagen verteilte den Sand mit einem Radlader.© Victoria Thünte
Das Unternehmen Tenhagen lieferte insgesamt 160 Tonnen Sand an.© Victoria Thünte
Gegen Mittag wurden am Donnerstag die Palmen geliefert.© Rolf Elsing

Anhängerweise werden Biertische und -bänke geliefert, Toilettenpapier lagert gestapelt auf einer der beiden Bühnen, die Liegestühle lehnen noch gut verpackt an der Wand des alten Rathauses und in Kartons stehen die Mehrwegbecher und biologisch abbaubare Strohhalme bereit. Gegen Mittag werden die Palmen geliefert, die auf der Sandfläche platziert werden.

Sand wird nach dem Festival wiederverwendet

Aber was passiert eigentlich mit den 160 Tonnen Sand nach dem Festival? Das steht beim Unternehmen Tenhagen am Montagmorgen als erstes auf dem Plan. „Wir werden Sand zusammenschieben und dann verladen. Weil die Fläche nicht ganz gerade ist, wird da aber wohl auch Handarbeit nötig sein“, erklärt Hubert Tenhagen. Mit Kehrmaschinen wird der Marktplatz dann wieder ordentlich gesäubert.

Den Sand verwendet das Unternehmen dann wieder auf Baustellen als Füllmaterial. Er wird also weiter genutzt und nicht entsorgt. „Bierspritzer oder Papier im Sand sind da kein Problem. Es darf nur kein Glas drin sein“, sagt Hubert Tenhagen.

Bevor es soweit ist, stehen aber erst einmal drei Tage mit vollem Programm an. Rolf Elsing und Michael Meyerink sind von ihrem Konzept überzeugt. Jetzt hoffen sie nur noch eins: „Bloß kein Regen.“

Das Programm des Beach-Festivals

Freitag, 14. Juni

  • 15 Uhr: Volleyball spielen mit dem TV Vreden
  • 17 Uhr: Modenshow präsentiert von den Vredener Einzelhändlern
  • 18 Uhr: Zumba
  • 20 Uhr: Salsa & Beach-Party mit Dj Fussen und Rolf Elsing
  • 22 Uhr: Rootsriders – Tribute 2 Bob Marley (Coverband)
  • 23 Uhr: Beach-Party mit Dj Fussen und Rolf Elsing

Samstag, 15. Juni

  • 10.15 Uhr: Yoga mit Christinas Horst
  • 11 Uhr: Modenshow präsentiert von den Vredener Einzelhändlern
  • 11.30 Uhr: Schatzsuche mit Detektoren für die Kids
  • 13 Uhr: Wobbel Yoga für Kinder mit Christina Horst
  • 14 bis 17 Uhr: Ballonartist in den Einkaufsstraßen
  • 14 Uhr: Modenshow präsentiert von den Vredener Einzelhändlern
  • 15 Uhr: Tanzaufführung der Gruppe „Fireflies“ vom TV Vredem
  • 16 Uhr: Zumba
  • 17 Uhr: Nachwuchs-Bands der Vredener Musikschule
  • 18.45 Uhr: „Balla Balla- 1001 Wasserbälle für Euch“ Die Nachwuchskünstler werfen die Wasserbälle ins Publikum
  • 19 Uhr: Welcome to the Pleasuredome (80´s Band)
  • 21.30 Uhr: JackFire

Sonntag, 16. Juni

  • 11 bis 13 Uhr: Euregio-Benefiz-Soccer-Cup Jahrgang 2011
  • 13 bis 15 Uhr: Euregio-Benefiz-Soccer-Cup Jahrgang 2012
  • 15 Uhr: Vredener Nachwuchs-Band „Two Generations“
  • 16 bis 18 Uhr: Euregio-Benefiz-Soccer-Cup Jahrgang 2013
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