"Vorlauf"-Grün für Radfahrer

23.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Vreden Zu gefährlichen Situationen komme es immer wieder auf der Ampelkreuzung an der Winterswijker Straße / Ringstraße, betonten die Anlieger von Toschlag und Finkenstraße in einem Schreiben an das Rathaus: Rechts abbiegende Fahrzeuge missachteten immer wieder die Vorfahrt der Fußgänger und Radfahrer.

Der Rat beschloss am Donnerstag einstimmig, 3000 Euro in etwas mehr Sicherheit zu investieren: Die Ampelschaltung soll mit einem Vorlauf von zehn Sekunden für die Radfahrer und Fußgänger ausgestattet werden. Das heißt: Bevor die Ampel Grün zeigt für die Autofahrer, erhalten die Fußgänger und Radfahrer ihr Grünlicht und befinden sich im Normalfall etwa der Fahrbahnmitte, wenn die Autos losfahren können - und werden, so die Hoffnung, eher und mehr wahrgenommen. Die Umrüstung zahlt die Stadt Vreden und nicht der Straßenbaulastträger, der Landesbetrieb Straßen.NRW. Diese Behörde, teilte Fachbereichsleiter Joachim Hartmann dem Rat mit, halte die derzeitige Schaltung der Ampelanlage für ausreichend sicher. "Wir aber finden, dass 3000 Euro für mehr Sicherheit in einem vernünftigen Verhältnis stehen", machte Hartmann die Haltung von Verwaltung und Bauausschuss vor dem Rat deutlich.

Auf Nachfrage von Elmar Kampshoff (UWG), warum diese Ampel nicht wie die an der Ottensteiner Straße/Baumwollstraße eine eigene Grünphase für Radler erhalte, betonte Hartmann die "extreme Ausnahmesituation" der Ampel an der Ottensteiner Straße. Die vorgeschaltete Grünphase sie die "beste erreichbare Lösung." ewa

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