Der Pop-Up-Freizeitpark wird auf dem Bierbaumgelände aufgebaut. Das Areal wird dafür komplett eingezäunt. © Victoria Garwer
Kirmes

Was den Pop-Up-Freizeitpark von der Vredener Kirmes unterscheidet

Die Vredener Kirmes fällt auch in diesem Jahr aus. Der Pop-Up-Freizeitpark soll eine Alternative sein, kein Ersatz. Denn es gibt zahlreiche Unterschiede zur Kirmes – aber auch Gemeinsamkeiten.

Es ist keine Vredener Kirmes, es ist eine Kirmes in Vreden.“ So drückt es der Erste Beigeordnete Bernd Kemper aus. Der Pop-Up-Freizeitpark soll sich ganz bewusst von der Marke „Vredener Kirmes“ unterscheiden. Die Kirmes wurde bereits im April wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt. Der vorübergehende Freizeitpark sei eine Alternative, kein Ersatz, heißt es aus dem Rathaus.

Marktmeister Jan Wenning und Bernd Kemper erklären, was alles anders ist als bei der klassischen Kirmes – und wo es Gemeinsamkeiten gibt.

Unterschied 1: Alkoholausschank

Alkohol ist beim Pop-Up-Freizeitpark verboten. Das ist wohl der größte Unterschied zur klassischen Kirmes, bei der es an jeder Ecke einen Bierwagen oder Schnaps-Verkauf gibt. „Die Security-Mitarbeiter achten auch darauf, dass stark betrunkene Personen am Einlass abgewiesen werden“, sagt Jan Wenning.

Der Grund für das strikte Alkoholverbot ist die Corona-Pandemie. Die Verantwortlichen glauben einfach nicht, dass sich betrunkene Besucher an die notwendigen Regeln halten.

Am eigentlichen Kirmes-Wochenende planen zahlreiche Gastronomen deswegen in ihren Räumlichkeiten eigene Veranstaltungen mit Livemusik oder anderem Programm – ganz unabhängig vom Pop-Up-Freizeitpark. Diese werden auch stattfinden, solange es die Corona-Schutzverordnung zulässt. „Ich sehe da keine Konkurrenz zum Freizeitpark. Im Gegenteil: Die Veranstaltungen können voneinander profitieren“, ist sich Jan Wenning sicher.

Unterschied 2: Öffnungszeiten

Um 22 Uhr ist Schluss beim Pop-Up-Freizeitpark. Zum Schutz der Anwohner kann also nicht so lange Karussell gefahren, gegessen und gespielt werden wie bei der Vredener Kirmes. Geplant ist momentan, dass der Freizeitpark jeweils um 15 Uhr öffnet, am Wochenende eventuell auch schon vormittags.

Die Schausteller bleiben dafür aber auch deutlich länger in Vreden als sonst. Ganze zehn Tage wird der Freizeitpark bleiben. Von Samstag, 28. August, bis Montag, 6. September, wird er jeden Tag öffnen.

Unterschied 3: Location

Die Vredener Kirmes ist eine Innenstadtkirmes, das ist eine der großen Besonderheiten. Doch das ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Der Pop-Up-Freizeitparkt wird deswegen auf dem ehemaligen Bierbaumgelände aufgebaut. Das Gelände wird eingezäunt, um die Besucherzahl regulieren zu können.

„Die Firma Stroetmann stellt das Grundstück kostenlos zur Verfügung. Das ist wirklich super, denn die Fläche liegt zentral und es gibt öffentliche Parkplätze in direkter Nähe“, sagt Bernd Kemper.

Unterschied 4: Programm

Einen großen Unterschied gibt es beim Programm, denn es ist quasi kein Programm vorhanden. Keine offizielle Eröffnung mit Lebkuchenherzen, keine Live-Auftritte von Musikern und Bands, kein Feuerwerk. „Ganz bewusst wollten wir die Kirmes-Traditionen nicht in dieses Konzept packen, selbst wenn es möglich gewesen wäre. Es soll eine klare Abgrenzung zur Kirmes sein“, so Bernd Kemper.

Auch der Krammarkt am Kirmesmontag findet nicht in der gewohnten Form statt. Es wird lediglich einen kleinen Krammarkt auf dem Marktplatz geben, so wie jeden Monat.

Unterschied 5: Wegführung

Normalerweise geht es auf der Kirmes hin und her, nach links, nach rechts und wieder zurück. Doch das ist während der Pandemie nicht möglich. Deswegen haben die Schausteller in den vergangenen Wochen auf dem Gelände mehrere Meter breite Wege aus Schotter angelegt.

Es wird eine Art Rundkurs geben mit Einbahnstraßenregelung. So sollen große Menschenansammlungen vermieden werden. Außerdem kostet der Eintritt einen Euro.

Gemeinsamkeit 1: Kirmesgefühl

Die Lichter blinken, der Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft, zu hören ist ein Mix aus Stimmengewirr, Diskomusik und verzerrten Ansagen der Fahrgeschäfte. Auch wenn der Pop-Up-Freizeitpark keine Kirmes ist: Da kommt definitiv Kirmesgefühl auf.

Gemeinsamkeit 2: Fahrgeschäfte

Noch will Jan Wenning nicht öffentlich machen, auf welche Fahrgeschäfte sich die Besucher freuen können. Doch er verspricht, dass für jeden etwas dabei ist. Heißt: Die Fahrgeschäfte richten sich nicht nur an Kinder und Familie. „Es ist definitiv auch genug dabei, das nicht für kleine Kinder geeignet ist. Es geht zum Beispiel auch über Kopf“, sagt Jan Wenning.

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Der „Fighter“ schleudert die Insassen in rasantem Tempo durch die Luft. © Privat © Privat

Neun größere Fahrgeschäfte und drei Kinderfahrgeschäfte werden ab Montag auf dem Gelände aufgebaut. Mit dabei sind zum Beispiel ein Riesenrad und der sogenannte Fighter. In rasantem Tempo werden die Insassen 42 Meter in die Luft geschleudert, es geht bei zahlreichen Drehungen über Kopf und rasend schnell wieder Richtung Boden.

Gemeinsamkeit 3: Essen und Spielen

Essen und Spielen gehört zur Kirmes dazu – und auch zum Pop-Up-Freizeitpark. Zahlreiche Buden kommen nach Vreden: gebratene Champignons, Twister-Pommes, Crêpes oder Entenangeln, Schießbuden, Bälle werfen … Allein dafür lohnt sich also schon ein Besuch beim Pop-Up-Freizeitpark.

Schießbuden gehören zur Kirmes einfach dazu – und auch zum Pop-Up-Freizeitpark.
Schießbuden gehören zur Kirmes einfach dazu – und auch zum Pop-Up-Freizeitpark. © Archiv © Archiv
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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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