Wenn Steine reden könnten...

08.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden "Vor 40 Jahren habe ich einem älteren Nachbarn fest versprochen, dass ich dafür sorge, dass Hilbolts Karkhoff, wo vor Jahrhunderten die Pesttoten aus Vreden begraben wurden, nicht in Vergessenheit gerät", erklärte Agnes Kleingries. Auf ihre Initiative hin hat die Gaxeler Nachbarschaft "Norbertstein" einen Gedenkstein mit Bronzetafel für die Pestopfer an der Engschkers Stegge (Wirtschaftsweg von der Südtangente zum Norbertstein, in Höhe der Windkraftanlage) aufgestellt, der am Sonntagnachmittag durch Pfarrer Ansgar Drees eingesegnet wurde.

Mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder waren gekommen und gedachten mit Gebeten und Liedern der Verstorbenen. Urtümliche Klänge der Middewinterhornbläser aus Haaksbergen begleiteten die feierliche Einweihung. "Wenn Steine reden könnten, dann würde der Gedenkstein uns heute von den Pesttoten erzählen, die hier bestattet wurden. Die Segnung des Gedenksteines geschieht an einem besonderen Tag, an dem die Sternsinger ebenfalls unsere Häuser segnen", begann Pfarrer Drees seine Ausführungen. Nach der Weihrauchsegnung folgte das Segnungsgebet, und Pfarrer Drees wies darauf hin, dass die Sonne, die währenddessen die dunklen Wolken überstrahlte, sinnbildlich für den Ort stehe, an dem sich nun der Gedenkstein befinde. "Möge dieser Platz ein Ort des stillen Gedenkens werden", wünschte er zum Abschluss der Einsegnung und bedankte sich bei Agnes Kleingries und der Nachbarschaft "Norbertstein" für ihre Bemühungen. rol

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