Auch die Naturtour zwei wurden vom Netzwerk „Reisen für alle" zertifiziert. Es gibt also verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit. © Stadtmarketing Vreden
Radweg

Zweite Naturtour führt Radfahrer ab Sonntag durch Lünten und Ammeloe

Die erste Vredener Naturtour wird seit zwei Jahren gut angenommen. Jetzt ist die zweite Route bereit zur Freigabe. Ein großes Event wie 2019 wird es aber wegen der Pandemie nicht geben.

Die Naturtour hat sich verdoppelt. Denn ab dem Wochenende gibt es nicht mehr nur eine Route, sondern gleich zwei unterschiedliche Rundwege. Die Naturtour zwei führt vom Marktplatz über die Kirchdörfer Ammeloe und Lünten und durch die Naturschutzgebiete Lüntener Wald, Lüntener Fischteiche und das Schwatte Gatt wieder zurück nach Vreden.

30 Kilometer lang ist diese Strecke. Einsteigen können Radfahrer oder auch Fußgänger an jedem Punkt der Route. Es gibt zudem zwei kürzere Rundwege mit 21 beziehungsweise 17,5 Kilometern. Auf der großen Route liegen insgesamt 22 Sehenswürdigkeiten, Kuriositäten und Freizeiterlebnisse.

Knotenpunktsystem hilft bei der Navigation

Das Grundprinzip ist also genau wie bei der ersten Naturtour, die vor zwei Jahren entstanden ist und durch Ellewick und Zwillbrock führt. Einen Unterschied gibt es aber: Die zweite Naturtour ist nicht mit kleinen Schildern ausgestattet. Sie liegt stattdessen komplett auf dem Knotenpunktnetz und kann über dieses System gefunden und befahren werden. Auch die erste Route ist inzwischen komplett mit den Knotenpunkten ausgestattet.

Die zweite Naturtour führt Radfahrer unter anderem ins Ammeloer Venn.
Die zweite Naturtour führt Radfahrer unter anderem ins Ammeloer Venn. © C. Rückriem © C. Rückriem

Eigentlich sollte die neue Route am Sonntag wie vor zwei Jahren mit einem großen Event eingeweiht werden. Doch das ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. „So ein Event ist eben mit Abstand nicht das gesellige Gemeinschaftsevent, das 2019 so großen Anklang fand“, sagt Karin Otto, Leiterin des Stadtmarketings. Die Veranstaltung wurde deswegen auf 2022 verschoben.

Dennoch soll die Naturtour zwei am Sonntag, 20. Juni, offiziell freigegeben werden. Die Karten sind bereits vorbereitet und speziell für diesen Tag bieten die Gastronomen für alle Radfahrer auf beiden Strecken ausgewählte Kleinigkeiten und Gerichte an, heißt es in einer Pressemitteilung des Stadtmarketings.

Verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit

Die Naturtour zwei wurde wie auch schon die Vorgängerin im Netzwerk „Reisen für alle“ aufgenommen. „Das heißt, es liegen verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit vor“, erklärt Karin Otto. Spezielle Gutachter haben die Route untersucht und in den Unterlagen vermerkt, welche Abschnitte für wen nutzbar sind.

Der Nutzer kann anhand dieser Informationen entscheiden, welche Streckenabschnitte und Highlights auf der Route für ihn geeignet sind – egal ob zum Beispiel mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen, Krücken oder einer Sehbehinderung. Neu zertifiziert wurde vor kurzem auch das Café Altes Rathaus.

Die zweite Route basiert wie die erste auf dem Buch „Vreden entdecken“ von Dr. Hermann Terhalle und dem Heimatverein. Darin hatte der Heimatforscher schon vor Jahren die Touren empfohlen, die nun mit der Installation des kreisweiten Knotenpunktnetzes umgesetzt wurden. Auch der dritte Vorschlag aus dem Buch soll bald Realität werden. Die Naturtour drei befindet sich bereits in Planung.

Alle Infos zur Naturtour zwei

  • Die Radwanderkarte für die Naturtour zwei ist ab sofort beim Vredener Stadtmarketing im Kult für eine Schutzgebühr von zwei Euro erhältlich. Im Bündel mit der Naturtour eins kosten beide Karten zusammen drei Euro.
  • Am Sonntag sind die Karten an folgenden Stellen erhältlich: Kult Westmünsterland, Café Altes Rathaus, Restaurant Am Kring Ammeloe, Hotel Zum Jägerhaus Lünten, Gaststätte Schwering Doemern.
  • Digital werden alle Informationen, Knotenpunkte, Sehenswürdigkeiten und Gastronomieangebote bald unter www.vreden-verbindet.de/radtouren zu finden sein.
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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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