Der SV Herbern II und die SG Selm sind nicht ganz zufrieden mit dem aktuellen Spielplan. © Hendrik Skirde
Fußball

„Absolut nicht optimal“ – Spielplan der Kreisliga A2 Münster sorgt für Unmut

Der Fußballkreis Münster hat die Spielpläne für die anstehende Kreisligasaison veröffentlicht. Eine Besonderheit sorgt unter anderem in Herbern und Selm für Unmut bei den Vereinen.

Die Spielpläne für die Fußball-Kreisligen in Münster sind da. Da die Anzahl der Mannschaften infolge der Nicht-Abstiegs-Regelung aus dem vergangenen Jahr gestiegen ist, ändert sich in dieser Saison die Staffelanzahl. Dies spiegelt sich auch im Spielplan wider, der die Vereine vor eine Herausforderung stellt.

Das Problem: In diesem Jahr wird die Saison in drei Staffeln, zwei mit zwölf Teams und eine mit dreizehn Teams, ausgespielt. Für die Mannschaften, die vorher in zwei Staffeln mit je 16 Mannschaften gespielt haben, bedeutet das weniger Spiele in der gleichen Spielzeit.

Somit hat jedes Team pro Hin- und Rückrunde zwei Spieltage Pause, die allerdings bei vielen Mannschaften direkt hintereinander liegen. Daraus resultieren für Teams wie SG Selm und SV Herbern II Spielpausen von bis zu vier Wochen – mitten in der Saison.

SV Herbern II steht vor „straffem Programm“

„Ich wäre lieber im Rhythmus geblieben. Zwischen zwei Spielen vier Wochen Pause zu haben ist nicht glücklich“, bewertet Daniel Heitmann, Trainer des SV Herbern II den Spielplan. Bisher habe man noch keine Lösung gefunden, um die spielfreie Zeit sinnvoll zu überbrücken. „Vielleicht klappt ein Testspiel mit einer Mannschaft aus einer der Parallelstaffeln. Die Suche ist aber nie leicht. Die Möglichkeit, Gegner zu finden, ist sehr beschränkt.“

Der SVH spielt direkt am zweiten Spieltag gegen den TuS Ascheberg und am darauffolgenden Wochenende beim SV Davaria Davensberg. „Das ist ein straffes Programm. Wir dürfen nicht am Anfang unten reinrutschen, weil man in der kleineren Staffel weniger Zeit hat, sich da rauszukämpfen. Das alles ist absolut nicht optimal“, resümiert Heitmann. Trotzdem gibt er sich kämpferisch: „Wir werden uns nicht beschweren. Wir können es nicht ändern und sind heiß, dass es in fünf Wochen endlich wieder losgeht!“

Auch die SG Selm ist betroffen

Auch die SG Selm hat ein suboptimales Auftaktprogramm erwischt. Nachdem die Mannschaft von Trainer Mario Rast am ersten Spieltag beim SC BW Ottmarsbocholt gastiert, folgen direkt zwei Spieltage Pause. „Eine Woche Pause ist sicherlich okay, aber alles darüber ist nicht gut“, hadert Rast mit dem Spielplan.

Um im Rhythmus zu bleiben, will er versuchen, Testspiele zu organisieren. „Die anderen Kreise sind auch am spielen, da sind kaum Tests möglich. Vielleicht hat unsere Zweite Zeit, dann können wir gegen die ein bisschen zocken“, sagt er. Große Kritik an den Verantwortlichen für die Spielansetzung üben will er nicht: „Da müssen wir uns fügen. Es muss eine Motivation dahinter geben, sonst würden sie es ja so nicht machen.“

Fußballkreis Münster mit „kaum Spielraum“ bei der Staffeleinteilung

Norbert Krevert, Vorsitzender des Fußballkreis Münster, ist ebenfalls bewusst, dass der Spielplan nicht optimal gewählt ist. „Wir sind auch nicht glücklich über die vielen spielfreien Wochen. Wir haben wirklich versucht, das Bestmögliche herauszuholen. Es muss aber auf so viele Faktoren geachtet werden, da wird es eine 100-Prozentige Zufriedenheit nie geben können“, erklärt er.

Die Staffeleinteilung erfolgt, indem jeder Mannschaft numerisch ein Schlüssel zugeteilt wird. Unter Berücksichtigung aller Kriterien wird dann vom System ein Spielplan erstellt. Damit die Zwölfer-Staffeln zeitgleich mit der Dreizehner-Staffel zur Aufstiegsrunde fertig werden, musste auch für die Staffeln mit zwölf Mannschaften ein Vierzehner-Schlüssel für die Spielverteilung gewählt werden. So bleiben zwei Schlüssel übrig, die für die spielfreien Wochenenden sorgen.

Krevert macht Hoffnung auf Normalität

„Wir müssen das große Ganze sehen. Mit 14 Schlüsseln stehen wir besser da, weil alle A-Ligen so zeitgleich fertig werden“, so Krevert. Er erklärt: „Wir wären Anfang November fertig gewesen, wenn wir einen Zwölfer-Schlüssel genommen hätten. Fünf Monate Pause wären auch nicht gut gewesen.“

Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation ließe sich der Spielplan aber nicht ändern. Eine Dauerlösung sind die drei ungleichen Staffeln aber nicht. Norbert Krevert macht Hoffnung auf baldige Normalität: „Wir wollen wieder zurück zu den Sechzehner-Staffeln. Nächstes Jahr soll es zwei Staffeln mit 18 Mannschaften geben, im Jahr danach wieder die bewährten 16 Mannschaften.“

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