Andreas Thiveßen hat noch keine Klarheit, wann er im Tennis wieder ein Pflichtspiel bestreiten kann. © Dominik Möller

Andreas Thiveßen zur aktuellen Situation im Tennis: „Ich weiß nicht, wie es weitergeht“

Während in vielen anderen Sportarten die Saison auch in diesem Jahr bereits coronabedingt abgesagt wurde, soll es im Tennis noch Ende Mai losgehen. Andreas Thiveßen hat da seine Zweifel.

Eigentlich soll die Sommersaison des Tennisverbandes Ende Mai losgehen. Eigentlich. Denn wie in vielen anderen Sportarten zuvor, wackelt der Betrieb auch im Tennis aufgrund der Corona-Pandemie. Noch ist der Termin nicht abgesagt – eine Einhaltung scheint aber nicht unbedingt wahrscheinlich.

Die Frage nach dem Start der Sommersaison stellt sich auch Andreas Thiveßen, Sportwart des TC BW Werne. „Man ist jetzt gut vorbereitet. Aber wie und wann es wirklich los geht, steht aktuell noch absolut in der Glaskugel“, sagt der erfahrene Tennisspieler.

Dass der Verband wirklich Ende Mai mit dem Spielbetrieb startet und die Bundesliga dann wenige Wochen später, kann sich Andreas Thiveßen noch nicht wirklich vorstellen. „Ich sehe das aktuell noch nicht“, gibt er zu. „Außerdem kommt dann ja auch noch die Problematik, ob man unter den aktuellen Bedingungen überhaupt Doppel spielen kann.“

Und selbst wenn es bald wieder los geht, zweifelt man der Werner daran, dass ein Spielbetrieb unter diesen Bedingungen jedem Spaß macht. „Gerade der Mannschaftsbetrieb lebt doch davon, dass man nicht nur zusammen auf dem Feld steht“, sagt er. „Das hat man schon im letzten Jahr gesehen. Da haben einige aus der Mannschaft auch gesagt, dass es ihnen unter diesen Bedingungen keinen Spaß macht.“

Doch auch die lange Pause merke man in den Knochen. „Man fühlt das selbst total, wenn man von 100 auf Null gegangen ist. Sonst war man andauernd beim Training und dann plötzlich gar nicht mehr. Das macht sich schon bemerkbar“, sagt Thiveßen.

In Münster kann nicht richtig trainiert werden, in Osnabrück schon

Außerdem spricht der Werner Tennisspieler auch das Thema Existenzen an. „Die hängen da natürlich auch dran“, sagt er. „Deswegen ist es natürlich schwierig zu begreifen, wenn man in Münster nicht wirklich trainieren kann und in Osnabrück schon, nur weil es Niedersachen ist.“

Doch trotz aller Unzufriedenheit über die Situation: Andreas Thiveßen hat auch Hoffnung. „Es geht ja aktuell voran mit dem Impfen“, sagt er. „Deswegen hoffen wir einfach, dass es besser wird. Aber man muss jetzt abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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