Hinter dem Bierglas hat sich Chris Thannheiser versteckt, der den Aufstieg feucht fröhlich feiert. © Foto Helga Felgenträger
Fußball

Chris Thannheiser über den Landesliga-Aufstieg des WSC: „Wird mir immer in Erinnerung bleiben“

Vor vier Jahren stieg der Werner SC in die Landesliga auf. Für Chris Thannheiser ein unvergessliches Erlebnis, an das er sich gerne zurückerinnert. Folgt in dieser Saison der nächste Aufstieg?

Fast vier Jahre ist es her, dass der Werner SC in die Fußball-Landesliga aufstieg. Bei Chris Thannheiser sind die Erinnerungen an die Saison 2016/17 aber noch völlig präsent. „Das war unvergesslich. Das wird mir immer in Erinnerung bleiben.“

Das gilt überraschenderweise auch für die Aufstiegsfeier. „Es sind noch alle Erinnerungen da. Die sind eingebrannt.“ Er gibt aber zu, dass zu später Stunde nicht mehr so viele Bilder da sind.

Ein Blick zurück auf das Spiel vor der Aufstiegsfeier: Am 29. Mai 2017 traf der WSC am letzten Spieltag der Saison auf den VfB Lünen. Mit 6:1 gewannen die Werner gegen die Gäste, die in die Kreisliga A abstiegen. Für die Heimmannschaft ging es in der Partie um nichts mehr.

Bereits zwei Spiele vor Ende standen sie als Aufsteiger fest. Am Ende stieg das Team von Kurtulus Öztürk mit neun Punkten Vorsprung auf. Seit dem vierten Spieltag belegten die Blau-Roten einen der ersten beiden Plätze. 20 von 30 Spieltagen führten sie die Tabelle sogar an.

„Wir hatten eine perfekte Mischung“

Die Gründe für die erfolgreiche Spielzeit sieht Thannheiser in der Zusammensetzung der Mannschaft. „Wir hatten eine perfekte Mischung aus Jung und Alt, ruhigen und verrückten Typen.“

Zu den Verrückten zählen laut dem damaligen und heutigen Kapitän Marvin Bruland und Marvin Stöver – und er selbst. Eher von ruhigerem Gemüt wären Manuel Linke und Julian Rohlmann.

„Ich kann keinen herausnehmen, der herausgeragt hat.“ Das meinte er aber gar nicht despektierlich, sondern sieht das als Stärke der Mannschaft. „Das war von Anfang bis Ende eine Mannschaftsleistung. Wenn man sich die einzelnen Typen anguckt: Die waren aus nächster Nähe und Freunde von mir.“

Abgerundet habe das Team der Trainer. „Am Ende stand Kutte mit seiner Überzeugungskraft und seinem Willen.“ Dass Öztürk, dessen Abschied beim WSC schon vor Saisonende feststand, es als Co-Trainer in den Profifußball geschafft hat, freut Thannheiser. „Das ist absolut klasse. Ich bin stolz auf Kutte.“

Werner SC hat sich Respekt bei den Gegnern erarbeitet

Auch auf die Entwicklung der Mannschaft ist er stolz. „Wir haben uns auf jeden Fall etabliert. Das ist das Schwierigste für eine Mannschaft. Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken. Jetzt begegnet uns der ein oder andere Gegner mit Respekt. Früher waren wir die meistgehasste Mannschaft.“

Sportlich ging es für den WSC langsam nach oben. Nach dem 13. Platz im ersten Jahr, folgten der 11. und 6. Rang. Nach den ersten sechs Spielen in der aktuellen pausierten Saison liegt Werne auf dem 2. Platz.

Was geht in dieser Spielzeit noch? „Ich persönlich glaube nicht an den Aufstieg. Andererseits wollen wir alle Spiele gewinnen. Wer dann am Saisonende nein sagt, falls wir aufsteigen, würde Ärger kriegen.“ Perspektivisch könne man aber seiner Meinung nach in zwei, drei Jahren den Aufstieg in die Westfalenliga anpeilen.

Das wäre für Thannheiser sicher ein weiteres unvergessliches Erlebnis.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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