Daniel Krüger ist nur einer der Spieler, die ab dem Sommer wieder das Herberner Trikot tragen. © Verena Schafflick
Fußball

Corona ist kein Grund für die fünf Wechsel vom FC Nordkirchen zum SV Herbern

Gleich fünf Spieler wechseln in diesem Sommer vom FC Nordkirchen zum SV Herbern. Der Grund für die vielen Zugänge vom gleichen Verein hat allerdings nichts mit der Pandemie-Situation zu tun.

Es war ein Paukenschlag, als der SV Herbern Anfang Januar bekanntmachte: Gleich vier Spieler von Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen verstärken den Landesligisten zum Sommer. Thomas Eroglu, Tim Bröer und Daniel Krüger kehren zurück zu ihrem Ex-Verein, Philipp Sandhowe kommt zum ersten Mal zum SV Herbern. Dazu wird Marian Tüns als Rückkehrer aus Nordkirchen die zweite Mannschaft als spielender Co-Trainer verstärken.

Da drängt sich die Frage auf: Wie kommt es, dass der SVH bislang nur Spieler aus Nordkirchen geholt hat? Naheliegend wäre, dass die aktuelle Situation dazu führt, dass der Sportliche Leiter Ludger Staar vor allem auf altbekannte Spieler zurückgreift – wie eben die Rückkehrer aus Nordkirchen.

Dem widerspricht Staar allerdings. „Das war schon immer so. Es sind Spieler von Nordkirchen nach Herbern und von Herbern nach Nordkirchen gegangen. Das gab es in den vergangenen Jahren immer wieder – in beide Richtungen“, erklärt der Sportliche Leiter.

Ein Blick in die vergangenen Sommer beweist diese Aussagen. Im Sommer 2018 wechselten mit Dominick Lünemann, Thomas Eroglu, Tim Bröer und Daniel Krüger vier Spieler in die andere Richtung – vom SV Herbern zum FC Nordkirchen. Davor waren es unter anderem Nils Venneker, Dennis Närdemann und Marian Tüns, die diesen Weg gingen.

Es ist also ein typischer Austausch zwischen den beiden Vereinen. Der Kontakt von Ludger Staar zu den Rückkehrern in diesem Jahr ist auch nach deren Abschied aus Herbern in den vergangenen Jahren nie abgerissen. „Die Kontaktaufnahme war also natürlich nicht schwer“, sagt er. „Zwischen den Vereinen lief es aber immer fair ab.“

Der Austausch zwischen den beiden Vereinen hat für den SV Herbern jetzt einen starken Vorteil. „Es sind viele Spieler, die zwischendurch mal weg waren. Aber wir haben jetzt mindestens 50 Prozent, die früher schon so zusammengespielt haben“, erklärt Staar. Unterstützt durch einige zusätzliche Kräfte ergibt das einen qualitativ starken Kader.

Dass es in Zukunft also erneut Spieler geben wird, die zwischen den beiden Vereinen wechseln, ist also wahrscheinlich – und zwar in beide Richtungen.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt