In dieser Saison musste Samet Sahin bisher hauptsächlich von der Bank aus zuschauen. © Jura Weitzel
Fußball

Erst Rot in der Liga, dann Rot im Pokal: Wie lange ist Samet Sahin nun gesperrt?

In der Liga konnte Samet Sahin aufgrund eines Platzverweises noch kein Spiel für seinen neuen Verein Eintracht Werne machen. Nun ist er auch im Pokal vom Platz geflogen - und es wird kompliziert.

Dass Samet Sahin auf dem Platz ein emotionaler Spieler ist, ist hinlänglich bekannt – und soweit auch erstmal nichts Ungewöhnliches. Zuletzt machte der Stürmer, der im Sommer vom SV Stockum zu Eintracht Werne wechselte, aber besonders mit unglücklichen Situationen auf sich aufmerksam.

Noch in der vergangenen Saison war Sahin, damals in Diensten des SV Stockum, im letzten Spiel vor der Corona-Pause vom Platz geflogen. Eigentlich war er nur mit Gelb-Rot bestraft worden, hatte aber beim Verlassen des Platzes noch seinen Gegenspieler beschimpft.

Die Konsequenz daraus lautete: sechs Spiele Sperre. Die muss Sahin nun zu Beginn dieser Saison absitzen, weil die vergangene Spielzeit unmittelbar nach dem Wiescherhöfen-Spiel beendet war. Die ersten drei Liga-Spiele hat der Stürmer bereits verpasst, fehlen nun noch drei weitere.

Im Pokal durfte Samet Sahin allerdings spielen – eine Sperre in der Meisterschaft gilt ja bekanntlich nur für eben diese. In der dritten Pokalrunde kam es aber nun zum Super-GAU für den Stürmer. Beim Spiel gegen die SG Bockum-Hövel ließ er sich nur kurz vor dem Abpfiff zu einer Tätlichkeit, einem Schubser gegen seinen Gegenspieler, hinreißen.

Auch für diese Aktion flog Sahin vom Platz. Der Pokalspielleiter stellte ihm dafür nun eine Sperre von zwei Spielen aus. Da die Eintracht im Pokal aber bereits raus ist und eine Pokalsperre auch für die Liga gilt, kommen die beiden Partien nun auf seine ursprüngliche Sperre oben drauf. Sahin wird der Eintracht nun noch fünf Spiele fehlen und ist erst gegen den VfL Mark am 24. Oktober wieder einsetzbar.

Sperren seien bei einem Spielertypen wie Samet Sahin natürlich durchaus sensibler, berichtet Michael Zahorodnyj, Vorsitzender des Kreissportgerichts Unna/Hamm: „Wir sehen ja die Vita von so einem Spieler. Der Staffelleiter hat da wenig Handhabe, weil er ja nur maximal vier Spiele sperren darf. Wenn sowas aber zum Kreissportgericht kommt, schauen wir natürlich schon, was sich der Spieler bereits geleistet hat.“

Und bei Sahin kommt da in jüngerer Vergangenheit einiges zusammen. Das weiß auch Eintrachts Coach Aykut Kocabas, der auf seinen Stürmer nun vorerst verzichten muss. „Er ist ein bisschen hitzköpfig. Sein Adrenalin und sein Puls kommen schnell hoch und dann kann er das nicht beherrschen“, resümierte Kocabas. „Ich hoffe, dass wir das noch ein bisschen zurechtbiegen können. Aber das werden wir sehen, wie es dann in der Saison läuft.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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