Enes Akyüz haderte zuletzt mit seinen vergebenen Chancen. © Schürmann
Fußball: Kreisliga A

Flaute bei Eintracht Wernes Top-Torjägern: „Wir werden nicht auf ihnen rumhacken“

43 Tore erzielten die drei Top-Torjäger von Eintracht Werne insgesamt in der vergangenen Saison. In dieser Spielzeit herrscht bisher eine Torflaute - Mario Martinovic kennt die Gründe.

Sie waren das Traumtrio von Eintracht Werne in der vergangenen Saison. Abdullah Sahin, Enes Akyüz und Serkan Adas erzielten Tore wie am Fließband für die Evenkämper. 43 der 53 Treffer gingen auf das Konto der fleißigen Torjäger – ein enorm starker Wert.

Seit die neue Saison aber begonnen hat, ist alles ein wenig anders. Der Torexpress der Eintracht will noch nicht so recht ins Laufen kommen. Serkan Adas ist aktuell nach seiner Spuckattacke noch bis ins nächste Jahr für insgesamt sechs Monate gesperrt. Und Enes Akyüz und Abdullah Sahin trafen bisher jeweils erst einmal nach der Coronapause.

„Eine Chance war wirklich sicherer als ein Elfmeter“

Besonders in dem Spiel gegen den VfL Mark am vergangenen Wochenende machte sich die Flaute bemerkbar. „Apo hatte zwei hundertprozentige und Enes auch. Eine war wirklich sicherer als ein Elfmeter – getroffen hat er aber nicht“, erklärt Trainer Mario Martinovic.

Am Ende spielte die Eintracht zwar 2:2 – die Enttäuschung war aber riesengroß. „Man hat bei den Jungs schon gemerkt, dass die Köpfe unten waren“, gibt Martinovic zu. „Natürlich ärgert das einen, weil wir sonst sicherlich gewonnen hätten. Aber so ist das manchmal im Fußball.“

Kritik an seinen beiden Schützlingen will der Trainer nicht aufkommen lassen. „Ich habe das auch schon zu den anderen Jungs gesagt. Apo und Enes haben uns so oft mit ihren Toren gerettet und zum Sieg geführt. Da werden wir jetzt sicherlich nicht auf ihnen rumhacken“, sagt Martinovic.

Er macht unterschiedliche Gründe für die aktuelle Situation aus. „Enes habe ich zurückgezogen auf die Sechs, weil wir Verletzungspech hatten. Und Apo hat noch ein bisschen Trainingsrückstand“, verrät Martinovic. „Aber ich mache mir da keine Gedanken. Irgendwann wird bei den Jungs schon der Knoten platzen.“

Die nächste Gelegenheit gibt es am Sonntag gegen den Hammer SC (Anpfiff: 15 Uhr, Sportzentrum Dahl). Für die Eintracht ist es nach einigen Spitzenspielen in Folge der erste Gegner seit Langem, der nicht aus dem oberen Tabellendrittel kommt. Dennoch warnt Mario Martinovic: „Der Hammer SC hat auch gegen den VfL Kamen gewonnen – da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann.“

Zumal Eintracht Werne auch erneut mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. „Wir haben fünf Spieler, die definitiv ausfallen und drei, bei denen es auf der Kippe steht“, sagt der Trainer. „Das ist natürlich nicht so ganz einfach für uns. Aber wir haben trotzdem eine gute Mannschaft und ich bin mir absolut sicher, dass wir mit einer guten Leistung die drei Punkte zuhause behalten können.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt