Benjamin Siegert darf sich auf einen Rückkehrer freuen. © Johanna Wiening
Fußball: Landesliga

Herberner „Neuzugang“ hat noch keine Minute gespielt – und verlängert trotzdem ohne zu zögern

Vier Neuzugänge hat der SV Herbern für den Sommer bereits vermeldet. Doch eigentlich gibt es quasi einen fünften - ein alter Bekannter ist nach zwei Jahren wieder da und verlängert direkt.

Beim SV Herbern laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Der Landesligist hat unter anderem vier Neuzugänge aus Nordkirchen verpflichtet, dazu mit fast dem gesamten Kader für die kommende Saison verlängert. Dazu gehört auch ein Spieler, der nach fast zwei Jahren wieder zurück ist.

Der SV Herbern ist für Ahmed Schett bei weitem kein unbekanntes Terrain. Bis vor zwei Jahren hatte er beim Landesligisten die Fußballschuhe geschnürt und dort einige erfolgreiche Jahre gehabt. Angemeldet war er auch in den letzten beiden Jahren beim SVH – gespielt hat er aber nicht.

Denn Ahmed Schett zog es in die Welt. Erst absolvierte er ein Auslandssemester in San Diego, dann ging es für ihn nach München, um dort bei BMW seine Masterarbeit zu schreiben. Wenn er zwischendurch in der Heimat war, besuchte er zwar den SV Herbern – aber immer nur als Zuschauer am Spielfeldrand.

Kurze Wiedersehensfreude bei Ahmed Schett

Das soll sich nun wieder ändern. Bereits Ende Oktober war Ahmed Schett aus München zurückgekehrt. Natürlich nicht nur zu seiner Familie, sondern auch zum SV Herbern. Doch die Freude darüber wehrte nur kurz: Der Lockdown ließ auch den Landesligisten nicht auf den Fußballplatz.

Auch über seine Zukunft beim SV Herbern war sich Schett unsicher. Zwar juckte es ihn in den Füßen, aber die Corona-Pandemie sorgte für Unsicherheit auf der Berufsebene.

Doch nun standen die Kadergespräche beim SV Herbern an. Und Ahmed Schett musste sich entscheiden. „Benni (Trainer Benjamin Siegert, Anm. d. Red.) hat mir direkt gesagt: Das ist keine Planung für sechs Monate, es soll schon um die ganze Saison gehen. Ich habe direkt zugesagt“, erklärt Schett.

Denn „Schetti“, wie er von seinen Mannschaftskollegen genannt wird, hat nach zwei Jahren wieder richtig Lust auf den SV Herbern, wie er bestätigt: „Ich finde es richtig ärgerlich, dass nicht gespielt werden darf. Ich bin schon wieder richtig heiß drauf.“

Zwar hat er sich in München auch fit gehalten, „aber das war dann doch irgendwie etwas anderes“, bestätigt er. „Ich war da in einem Fußballverein und habe auch gespielt. Aber ich konnte da nur Freundschaftsspiele mitmachen.“

Bei seiner Rückkehr zum SV Herbern hat er aber nicht viel neues vorgefunden. „Natürlich, mit Benni haben wir einen neuen Trainer. Aber sonst habe ich mit allen außer Robin Schwick und den A-Jugendlichen schon zusammen gespielt. Es war also wie nach Hause kommen.“

Nun hofft Schett, dass es bald wieder los geht. „Für eine Zeit ist es schon in Ordnung, Laufen zu gehen. Aber das geht wirklich nicht ewig“, sagt er und lacht. „Deswegen wäre es schön, wenn wir bald mal wieder zusammen auf dem Platz stehen.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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