Rund um das Werner Unternehmen Mecke gibt es einen schweren Tierquälerei-Skandal. © Heckenkamp
Skandal

Nach Tierquälerei-Skandal bei Mecke: Werner Verein kündigt Kooperation sofort

Der Tierquälerei-Skandal bei der Mecke GmbH aus Werne hat über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt. Nun reagieren auch Vereine auf die Geschehnisse. Ein Klub trennt sich von dem Sponsor.

Es ist das beherrschende Thema in und um Werne in den vergangenen Tagen: In einer Viehsammelstelle der Mecke GmbH gibt es einen schweren Fall von Tierquälerei, der seit Montag bekannt ist. Seitdem gab es immer wieder neue Erkenntnisse, die nun auch die heimischen Vereine zum Handeln zwingen.

Denn Mecke war mit vielen Vereinen eng verbunden, hat entweder Würstchen geliefert oder war als Bandenwerbung vertreten. So auch beim Werner SC – der Verein arbeitete eng mit dem Unternehmen zusammen und hatte auch eine Bandenwerbung von Mecke.

Werner SC kündigt die Zusammenarbeit mit Mecke mit sofortiger Wirkung

Thomas Overmann, Fußballvorsitzender des Werner SC, zeigte sich geschockt von den Vorfällen. „Hier in Werne ist das überall das Thema Nummer eins. Da kannst du überall hingehen“, sagt er. „Das ist schon Wahnsinn, wenn man diese Vorwürfe hört. Es schockiert einfach.“

Natürlich werde der Verein auch darauf reagieren. „Wir kündigen die Zusammenarbeit mit Mecke natürlich mit sofortiger Wirkung“, macht der Fußballvorsitzende deutlich. „Es war uns natürlich wichtig, darauf zu reagieren und unsere Konsequenzen zu ziehen.“

Mecke tritt bei Eintracht Werne als Banden-Werbepartner auf

So wird der Verein beispielsweise seine Würstchen in Zukunft nicht mehr von Mecke beziehen. „Da werden wir uns dann einen anderen Partner für die Kooperation suchen“, sagt Overmann. „Mit Mecke werden wir auf jeden Fall nicht weiter zusammenarbeiten.“

Auch Eintracht Werne ist vom Fall Mecke im Bezug auf die Bandenwerbung betroffen. Reagieren wolle man auf jeden Fall, sagt Geschäftsführer Sascha Hillmer. Wie diese Reaktion aber aussehen wird, dazu wollte der Verein sich zuerst intern beraten und noch kein offizielles Statement abgeben.

Der SV Stockum hat in der Vergangenheit nie mit Mecke zusammengearbeitet – ist darüber aber nun sehr froh. „Wir distanzieren uns von solchen Menschen“, sagt Geschäftsführer Yassine Najih. „Was dort passiert, ist unmenschlich. Wir wünschen uns, dass jeder Einzelne zur Rechenschaft gezogen wird.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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