Sebastian Schütte (l.) und der SV Herbern spielten gegen den VfL Wolbeck 1:1. © Verena Schafflick
Testspiel

SV Herbern macht gegen Wolbeck das Spiel – aber das nützt nur wenig

Der SV Herbern trennt sich im Testspiel vom VfL Wolbeck mit 1:1 (0:1). Die Herberner machten über lange Zeit das Spiel - kassierten aber durch ein schönes Tor den Gegentreffer.

Im fünften von acht Testspielen musste der SV Herbern gegen den VfL Wolbeck einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Gegen den Bezirksligisten kam der Landesligist nicht über ein 1:1 hinaus – auch wenn das Team von Benjamin Siegert über lange Strecken das Spiel gemacht hat.

Am Ende hätten die Herberner auch deutlich Siegen können. Und zu Beginn sah es auch so aus, als ob das eine schnelle Nummer für den SVH wird. Nach vier Minuten schob Julian Trapp völlig frei zu 1:0-Führung ein. Auch danach versuchte Herbern viel, erarbeitete sich Torchancen und setzte Wolbeck unter Druck. Der Bezirksligist kam hingegen nur selten ansatzweise gefährlich vor den Kasten von Herberns Keeper Philipp Sandhowe.

Doch dann flachte die Partie etwas ab. Auf dem Wolbecker Rasenplatz wurde es phasenweise ein Spiel voller Nickeligkeiten und Fouls, gerade zum Ende der ersten Halbzeit vermisste man den Spielfluss etwas. Auch Herbern schien einen Gang rauszunehmen. „Das war ein Gegner, gegen den wir uns auch kräftemäßig testen konnten“, sagte Benjamin Siegert.

Wolbeck zeitweise unter Druck

Das änderte sich in der 44. Minute mit der Einwechselung von Patrick Sobbe für Dominick Lünemann, der einen Schlag auf die Wade bekommen hatte. Sobbe brachte auf der rechten Seite viel Zug nach vorne mit ins Spiel.

Spätestens in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit hätte der SV Herbern erhöhen müssen. Sobbe und sein Gegenpart auf der linken Seite, Robin Schwick, setzten die Wolbecker phasenweise enorm unter Druck. Julian Trapp vergab dazu in der 53. Minute eine hundertprozentige Torchance. „Phasenweise haben wir das in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht, in der zweiten Halbzeit haben wir dann einen Schlendrian drin gehabt“, erklärt Siegert nach Abpfiff.

Dieser Schlendrian kam Mitte der zweiten Halbzeit. Da glich Wolbeck überraschend durch einen direkt verwandelten Freistoß von Richard Joaquim aus. Fabian Vogt hatte zuvor einen Wolbecker rund 18 Meter vor dem Tor vom eingewechselten Leo Fenker gelegt. „Ich sags ganz offen: Viele Torchancen hatten sie nicht“, so Siegert.

Der Ausgleich schien Herbern etwas zu schocken. Erst nach einigen Minuten fing sich der Landesligist wieder, drückte aber vergebens auf eine erneute Führung. „Ich hab schon zur Mannschaft gesagt: Das ist kein gutes Ergebnis, aber andersrum, wenn man die Tore macht, steht es hier drei oder vier zu eins“, sagt Siegert, der lobend hervorhob, dass sich sein Team im Vergleich zum Spiel der Vorwoche Torchancen erarbeitet hatte.

Mit dem 1:1 in Wolbeck hat Herbern nun knapp die Hälfte seiner Testspiele in der Vorbereitung hinter sich. Am Samstag kommt es nun zum Aufeinandertreffen mit dem Westfalenligisten TuS Hiltrup: „Es stottert noch ganz schön“, sagt Benjamin Siegert über die bisherigen Testspiele. „Aber so langsam kommen wir ins Rollen. Jetzt kommen die Gegner, wo wir uns auch kräftemäßig richtig messen können.“ Bislang sei er aber zufrieden mit den Leistungen seines Teams.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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