Der Fußball-Landesligist Werner SC will sich zur neuen Saison auf der Torhüter-Position verstärken. © Jürgen Weitzel
Fußball

Torhüter vom Werner SC will um Stammplatz kämpfen: „Ich glaube nicht an solche Wechsel-Spielchen“

Beim Werner SC duellierten sich gleich drei potenzielle Stammtorhüter um den einen Platz im Kasten des Landesligisten. Einer will alles dafür geben, um seinen Trainer von sich zu überzeugen.

Der Werner SC steht am Ende der abgebrochenen Spielzeit auf dem zweiten Tabellenplatz – und kassiert dabei die wenigsten Gegentore der gesamten Fußball-Landesliga.

An der starken Defensive haben die drei Torhüter Jorma Hoppe, Manuel Linke und Henrik Pollak positionsbedingt einen großen Anteil. In der Vergangenheit erspielt sich Hoppe die meisten Spielanteile, bis dieser im letzten Sommer verkündet, kürzerzutreten. Für die aktuelle Spielzeit entsteht also ein Zweikampf zwischen den beiden anderen Keepern, den Manuel Linke bis zum Saison-Abbruch für sich entscheiden kann.

„Fußball ist ein Mannschaftssport und das die Torhüter-Position vakant ist, war in meiner Laufbahn schon öfters so und muss man auch so akzeptieren“, sagt Manuel Linke. Der 34-Jährige geht trotz seiner starken Saison davon aus, „dass wenn es wieder losgeht, alles auf Null gestellt ist.“

Torhüter glaubt nicht an Rotation zwischen den Pfosten

Die Einschätzung des Werner-Routiniers kommt nicht von ungefähr, da der Verein beabsichtigt, für den scheidenden Jorma Hoppe einen Ersatz zu verpflichten. „Der Trainer hat mir in einem Gespräch mitgeteilt, dass wir drei Torhüter brauchen und das sehe ich genauso. In der Vergangenheit gab es sogar Saisons, wo wir zu Fünft waren“, erzählt Linke.

Trotzdem glaubt der Logistiker grundsätzlich nicht an Arbeitsteilung auf seiner Position. „Ich glaube nicht an solche Wechsel-Spielchen. Wenn der Trainer sich für jemanden entscheidet, hat er auch das Maß an Vertrauen verdient“, sagt der 34-Jährige.

Manuel Linke will auch in der nächsten Saison einen Stammplatz im Kasten des WSC.
Manuel Linke will auch in der nächsten Saison einen Stammplatz im Kasten des WSC. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Manuel Linke will seinen Trainer überzeugen

Damit er derjenige ist, für den sich der Trainer entscheidet, will Manuel Linke in der kommenden Saison vor allem sportlich überzeugen: „Ich will alles aus mir herausholen, damit der Trainer es so schwer wie möglich hat, an mir vorbeizukommen.“

Für den Fall, dass Henrik Pollak oder ein etwaiger zusätzlicher Kontrahent ihm die Stirn bietet, beim Kampf um Einsatzminuten im WSC-Kasten, hat der Spieler eine klare Meinung. „Wenn ich die Leistung nicht bringe oder jemand es besser macht, dann soll er auch spielen. Natürlich will ich 90 Minuten im Tor stehen und es ist mir auch nicht egal, auf der Bank zu sitzen, aber wenn es so sein sollte, werde ich das akzeptieren“, so Linke.

Eigentlich hält Manuel Linke (l.) nicht viel von Arbeitsteilung im WSC-Kasten, akzeptiert aber wenn Torhüter-Kollege Henrik Pollak (r.), aufgrund guter Leistung Einsatzzeiten bekommt.
Eigentlich hält Manuel Linke (l.) nicht viel von Arbeitsteilung im WSC-Kasten, akzeptiert aber wenn Torhüter-Kollege Henrik Pollak (r.), aufgrund guter Leistung Einsatzzeiten bekommt. © Hendrik Skirde © Hendrik Skirde

Den Torhüter schmerzt die Unterbrechung

So oder so ist der WSC-Keeper froh, wenn es endlich wieder mit dem Fußball losgeht.

„Ich spiele mein Leben lang Fußball und bin einfach heiß darauf, das es wieder losgeht“, sagt der Torhüter, für den die Saison-Unterbrechung besonders bitter ist: „Zum Zeitpunkt der Unterbrechung war ich schon auf meinem persönlichen Höhepunkt, habe in der höchsten Liga meiner Laufbahn gespielt und das bei einem Verein, wo ich sehr gerne bin. Das auf einmal nicht mehr machen zu dürfen ist schmerzhaft und schade.“

Trotzdem blickt Manuel Linke optimistisch in die Zukunft und hofft, mit dem Werner SC auch nächste Saison um den Aufstieg mitspielen zu können. Am liebsten als Stammspieler im Tor – notfalls aber auch als mentale Unterstützung von der Bank.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt