Trainer Amoresano zieht positives Fazit Nächste Spiele sind für den SV Stockum entscheidend

SVS-Trainer Leonardo Amoresano am Spiefeldrand
SVS-Trainer Leonardo Amoresano beobachtet vom Seitenrand aus das Spiel seiner Mannschaft © Thomas Peek
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Der SV Stockum aus der Fußball-Kreisliga B1 Unna/Hamm hat sich zuletzt nach turbulenten Jahren wieder gefangen. Mehrere Jahre hatte der Verein mit Trainerwechseln und Unruhen zu kämpfen gehabt. Nun hält die Mannschaft – wenngleich sie am Wochenende verloren hat – mit einem starken sechsten Platz den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga.

Für den Aufschwung mitverantwortlich zeigt sich auch Trainer Leonardo Amoresano, der dem Team scheinbar neues Leben eingehaucht hat und endlich wieder Konstanz in den Verein trägt. Im Interview spricht er im Zuge der Jahreshauptversammlung am Montag unter anderem über die Ziele des Vereins und seinen Gesamteindruck von der bisherigen Saison.

Die 3:5-Niederlage gegen TSC Hamm II war die erste Pleite nach fünf Spieltagen und „schwer am Anfang“, räumt Amoresano den Frust ein. Am selben Tag war Amoresano noch sehr sauer auf die Leistung seiner Mannschaft. Danach hieß es aber direkt wieder: Mund abputzen, weiter machen.

Der Verein habe derzeit keinen Anlass, sich von einem Ausrutscher aus dem Konzept bringen zu lassen. „Bei 22 neuen Spielern im Sommer, wobei nur sieben von der alten Mannschaft geblieben sind, sind wir sehr zufrieden eigentlich“, unterstreicht Amoresano das vorläufig positive Saison-Fazit beim SVS.

Nächste Spiele wegweisend

Auf der Jahreshauptversammlung teilt der Verein die Haltung des Trainers – und gebe ihm derzeit den nötigen Rückhalt. „Der Verein macht uns da überhaupt keinen Druck“, so Amoresano. Das ausgesprochene Ziel ist dennoch klar. „Unter den ersten Fünf“ möchte der SVS landen.

Die kommenden Partien seien dabei wegweisend, geht es doch gegen die dritte Mannschaft von Bockum-Hövel (4. Platz) und den Tabellenführer SVE Heessen II, also zwei Teams aus der Spitzengruppe. „Danach können wir sehen, woran wir sind und wie wir uns neu orientieren“, hält der Trainer fest.

Die Mannschaft blüht unter Amoresano auf. Allen voran Seyfullah Önelge – damals auf einem Bolzplatz entdeckt und zum SVS gelotst –scheint sich immer besser zurechtzufinden. Mit zwölf Toren ist Önelge der beste Torjäger der Mannschaft. „Bei Seyfullah ist es so, dass ihm die Liga sehr guttut. Er hat sich auch eingelebt. Bisher kam ja jedes halbe Jahr ein neuer Trainer“, ergründet der Trainer seine Leistungsexplosion.

Was er selbst mit den starken Auftritten der Mannschaft zu tun habe? Amoresano übt sich in Bescheidenheit: „Als Sozialarbeiter, oder aber auch als Trainer […] geh’ ich schon ein bisschen auf die Menschen zu.“ Ein bisschen mehr Einfluss auf den Erfolg wird der Coach sicherlich haben, als er preisgeben möchte.