Ibrahim Akalin (l.) hat sich bei Eintracht Werne hochgearbeitet. © Johanna Wiening
Fußball

Vom Perspektivspieler bei Eintracht Werne in die Startelf? „Dachte nicht, dass ich das schaffe“

Eigentlich war Ibrahim Akalin nur als Perspektivspieler zu Eintracht Werne gekommen. Doch er hat hart gearbeitet und gehörte zuletzt durchgehend zum Kader. Teilweise startete er sogar von Beginn an.

Es gibt sie immer wieder – diese Fußballgeschichten, in denen ein Spieler nur als Ergänzung geholt wird und sich dann durch gute Trainingsarbeit und viel Motivation sogar einen Platz in der ersten Elf verdient. Manche Kicker werden so sogar Weltmeister. Dass es soweit bei Ibrahim Akalin und Eintracht Werne nicht reichen wird, ist klar. Und trotzdem ist er mit seinem Weg hochzufrieden.

Ibrahim Akalin arbeitete sich in die Startelf bei Eintracht Werne

„Ich habe wirklich nie gedacht, dass ich das schaffen werde“, erinnert sich der Neu-Werner zurück. Denn als Akalin im Sommer nach vielen langwierigen Verletzungen bei der Eintracht vorgestellt wurde, nannte ihn Coach Aykut Kocabas eigentlich nur einen Perspektivspieler. Man müsse sehen, wie er jetzt wieder zurück kommt, lautete die Devise.

Doch Ibrahim Akalin kämpfte und erkämpfte sich einen Platz in der Kocabas-Mannschaft, beim Test gegen den SVE Heessen spielte die Nummer 21 sogar von Beginn an. Schon sein ganzes Leben widmet der 22-Jährige dem Fußballspielen. Aber immer wieder kamen mehrere Brüche dazwischen. „In meinem linken und rechten Fuß war ich ständig verletzt. Zuletzt bin ich dann noch wegen einer sehr langwierigen Bänderdehnung ausgefallen“, erklärt Akalin. So war der Neuzugang vor der Eintracht ein vereinsloser Spieler.

Ibrahim Akalin hätte nicht gedacht, dass er überhaupt wieder fit werden könnte.
Ibrahim Akalin hätte nicht gedacht, dass er überhaupt wieder fit werden könnte. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

Aber auch hier scheint ihn sein Körper schon wieder im Stich zu lassen. Beim Kreispokal-Spiel gegen den TSC Hamm schmort Akalin 90 Minuten auf der Bank. Grund: Eine Wadenschmerzen. „Das ist natürlich total nervig, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, jetzt endlich wieder auf dem Platz zu stehen. Es fühlt sich gut an“, so der 22-Jährige.

Mit der Mannschaft scheint es aktuell richtig gut zu laufen. Die Pokalfighter vom Dahl haben mal wieder die ersten zwei Kreispokal-Runden überstanden und stehen schon im Achtelfinale. „Wir haben ein cooles Team mit einer super Stimmung und wollen in Liga und Pokal jedes Spiel gewinnen. Am Liebsten natürlich am Ende beide Pokale mit nach Hause nehmen“, so Akalin.

Dennoch weiß der Werner, dass Erfolg – gerade in der Kreisliga – nicht immer alles ist: „Letztendlich möchte ich einfach nur eine gute Saison spielen. Wenn wir dann am Ende nicht aufsteigen, aber alle ein geiles Jahr hatten, ist das genauso gut. Ich möchte viel Spaß haben und natürlich möglichst viel spielen.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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