Michael Schulte hofft, bald wieder auf den Fußballplatz kommen zu können. © Jürgen Weitzel
Fußball

Wie Michael Schulte vom SV Herbern in Corona-Zeiten eine neue Sportart für sich entdeckte

Eigentlich gehört Michael Schulte beim SV Herbern zu den Stammspielern auf dem Fußballplatz. Dahin wird er auch zurückkehren - aber in der Corona-Pandemie hat er eine neue Sportart für sich entdeckt.

Michael Schulte geht es wie den meisten seiner Mannschaftskollegen beim Fußball-Landesligisten SV Herbern. Jeden Tag hält er die Augen offen, will wissen: Wann geht es endlich wieder auf den Fußballplatz? Da das noch ein bisschen dauert, hat er nun aber eine andere Sportart für sich entdeckt.

Schon im ersten Lockdown hat sich Michael Schulte gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Sebastian Schütte, Marcel Scholtysik, Fabian Vogt und Joe Breloh in der Tennisabteilung des SV Herbern angemeldet. „Das war für uns kostenlos“, sagt er und lacht. „Natürlich haben wir uns da direkt angemeldet und echt regelmäßig gespielt.“

„Wir haben uns direkt den Platz reserviert“

Als in der vergangenen Woche Tennis wieder erlaubt wurde, handelten die Herberner schnell. „Wir haben uns direkt den Platz reserviert. Das ist dann mal wieder was anderes, als immer nur Laufen zu gehen. Schade ist nur, dass es nur zu zweit geht“, sagt Schulte.

Aber auch wenn Tennisspielen aktuell nur zu zweit geht: Die Wiedersehensfreude war groß. „Ich habe mich wirklich richtig gefreut, als ich Scholty zum Beispiel mal wieder getroffen habe. Man hat sich ja jetzt einfach auch schon wirklich lange nicht gesehen“, sagt Schulte.

Auch der Sport selbst macht ihm mittlerweile Spaß. „Ich habe da echt ein bisschen Blut geleckt“, gibt er zu. „In Herbern spielen wir regelmäßig und ich habe mich auch in Sendenhorst (Schultes Heimatort, Anm. d. Red.) im Tennisverein angemeldet“, erzählt er.

Und auch nach der Corona-Fußballpause will er beim Tennis dran bleiben. „Das ist für mich mittlerweile echt ein Hobby geworden“, erzählt Schulte. „Mein bester Kumpel spielt auch Tennis. Da werden wir sicherlich dann mal zusammen spielen, wenn alles wieder ein bisschen mehr geht.“

Aber bei allem Spaß an Tennis: Auch Michael Schulte ist froh, wenn er endlich wieder Fußball spielen kann. „Mittlerweile fehlt es einem schon extrem“, gibt er zu. „Es wäre ja zumindest schön, wenn wir einfach wieder trainieren könnten.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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