720 000 Euro Mehrausgaben?

WERNE Eine knappe Million Euro würde es die Stadt Werne kosten, könnte sich die Gewerkschaft ver.di mit ihrer aktuellen Forderung nach Gehaltssteigerungen für die Angestellten im öffentlichen Dienst durchsetzen.

von Von Ruolf Zicke

, 07.01.2008, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie Hans Kraß, Leiter des Verwaltungsservice, erklärte, sind im städtischen Haushaltsplan bislang nur rund 240 000 Euro vorgesehen. "Wir sind bei der Aufstellung des Doppelhaushalts Mitte 2006 von einem Tarifabschluss in Höhe von zwei Prozent ausgegangen", so Kraß. Sollten die Angestellten tatsächlich die verlangten acht Prozent erhalten, ergäbe sich ein Fehlbetrag von etwa 720 000 Euro. Allerdings dürfte es recht unwahrscheinlich sein, dass es zu einem so hohen Abschluss kommt. "Ich persönlich rechne mit etwa vier Prozent", glaubt Kraß.

Hoffen auf guten Abschluss

Dabei schlagen zwei Herzen in der Brust des Verwaltungsmanns. Auf der einen Seite sieht die prekäre Finanzlage der Stadt, auf der anderen Seite aber auch, dass gerade der öffentliche Dienst in den vergangenen Jahren mehr als andere zurückstecken musste. "Wir haben an der allgemeinen Lohnentwicklung lange nicht teilhaben können", erinnert Hans Kraß an Gehaltseinbußen, Weihnachtsgeldkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen.

Das sieht die Personalratsvorsitzende Gabriele Wylegala-Blechschmidt ähnlich. Sie erhofft sich ein Ergebnis zwischen fünf und acht Prozent. Wichtig ist ihr dabei aber vor allem, dass es nicht zu einer weiteren Arbeitszeitverlängerung und in deren Folge zu einem weiteren Personalabbau kommt.

Ihrer Ansicht nach ist die Grenze der Belastbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung erreicht.

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