Das erste Schnelltestzentrum für Werne ist am Montag am McDonalds an der Nordlippestraße 52 in Betrieb gegangen. © Jan Leifkes
Schnelltestzentrum in Werne

Abstrich im Drive-In: Erstes von drei Schnelltestzentren in Werne in Betrieb

In Werne hat am Montagmorgen (15. März) das erste Schnelltestzentrum eröffnet. Am McDonald’s an der Nordlippestraße 52 werden die Bürger nun in einem zweiten Drive-In im Auto getestet.

Bisher hat vor allem das geplante Schnelltestzentrum Am Hagen in Werne im Fokus gestanden. Derweil ist allerdings bereits ein anderes Schnelltestzentrum in Werne an den Start gegangen: Und zwar am McDonald’s an der Nordlippestraße 52 in der Nähe der A1. Parallel zum Drive-In des Schnellrestaurants ist seit Montagmorgen um 9 Uhr ein zweiter Drive-In ausschließlich für Coronatests in Betrieb. Betrieben wird das Testzentrum von der Akademie für Notfallmedizin in Hamm.

„Heute Morgen um 9 Uhr waren auch schon die ersten 12 Leute da“, sagt der Schulleiter der Akademie, Jan Leifkes, am Telefon. Das Drive-In-Schnelltestzentrum ist immer montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 16 Uhr. Eine Testung ist ohne vorherige Anmeldung möglich: „Sie fahren unter den Pavillon, dann kommt eine Kollegin raus“, erklärt Leifkes den Ablauf. Nach Abgabe eines amtlichen Lichtbildausweises wird dann ein Nasenabstrich genommen, bevor die getestete Person eine Nummer bekommt.

Schnelltestzentrum kann auch mit Symptomen besucht werden

Mit dieser kann der Getestete dann auf den McDonald’s-Parkplatz fahren und dort 15 Minuten auf sein Testergebnis warten, das per Ausdruck ausgehändigt wird. Das Bürgertestzentrum ist offen für alle mit deutscher Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland. Auch Personen mit Symptomen können sich hier testen lassen.

Und neben dem Schnelltestzentrum am McDonald’s und Am Hagen gibt es noch ein weiteres: in den Räumen des Ambulanten und Palliativ-Pflegedienstes Constanze Jakubke (Am Schwanenplatz 1). „Wir haben bereits seit letzter Woche Dienstag alle Genehmigungen, wir hätten schon letzte Woche öffnen können“, sagt Constanze Spellerberg, Geschäftsführerin des Pflegedienstes. Nun werde nur noch die nötigen Softwareprogramme für die Verarbeitung der Tests und der Ergebnisse installiert.

Ab dem späten Dienstagnachmittag (16. März) soll es möglich sein, sich online unter www.testzentrum-werne.de einen der 5-minütigen Testslots zu buchen. Am Mittwochmorgen dann soll das Schnelltestzentrum in Betrieb gehen. Außerdem soll es auch Spättestzeiten für Pendler und Berufstätige geben. Insbesondere für Personen ohne Zugang zu Smartphone, Tablet oder PC wird es möglich sein, sich zu reservierten Zeitblocks per Telefon einen Testtermin zu sichern. Dies wird sowohl vormittags als auch nachmittags der Fall sein.

Auch wenn die genauen Öffnungszeiten noch final abgestimmt werden müssen ist klar: Das Schnelltestzentrum wird sieben Tage die Woche geöffnet haben. „Wir sind jeden Tag da“, sagt Spellerberg. Wenn auch am Wochenende voraussichtlich etwas verkürzter. Gerade wegen des Angebots der Wochenendtests geht Spellerberg von Zulauf auch aus den umliegenden Städten aus. Mit 5000 Schnelltest-Kits geht der Pflegedienst nun erst einmal an den Start.

Beim Palliativdienst ist der Besuch nur ohne Symptome möglich

Wer ins Schnelltestzentrum kommt und sich online registriert, bekommt einen digitalen Barcode. „Damit kommen Sie ins Testzentrum am Tag des Termins“, erklärt Spellerberg. Der Barcode auf dem Handy wird dann von einem Scanner erfasst und die persönlichen Daten in die Testsoftware übermittelt. Mit einem gelabelten Teströhrchen geht es für die zu testende Person dann per Einbahnstraßen-System in einen Testraum, in dem die kostenlose Probe aus der Nase entnommen wird. Der Getestete kann die Einrichtung dann verlassen, das Testergebnis wird dann entweder per Mail oder SMS verschickt. Im Falle eines positiven Befundes würde die Einrichtung die Person informieren, in Quarantäne schicken und zum PCR-Test an den eigenen Hausarzt verweisen. Die Testung steht jedem Bürger der Bundesrepublik zur Verfügung, allerdings müssen die Personen hier symptomfrei sein.

Eine kostenfreie Testung in einem der vom Kreis Unna ausgewiesenen Testzentren ist einmal in der Woche kostenfrei möglich. Alle Tests darüber hinaus werden den Bürgern in Rechnung gestellt. „Die Leute sollen sich testen lassen und das Angebot annehmen“, sagt Spellerberg. Nun müsse man erst einmal damit leben, dass man sich testen lassen müsse.

Das von der Stadt Werne initiierte Schnelltestzentrum auf dem Parkplatz Am Hagen soll aller Voraussicht nach am Mittwochnachmittag (17. März) seinen Betrieb aufnehmen, erklärte Ordnungsdezernent Frank Gründken.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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