Eine Gleisstopfmaschine wie diese wird bald auf der Strecke der Eurobahn RB50 zwischen Dortmund und Münster zum Einsatz kommen. Hier stehen Nacharbeiten an, die unumgänglich sind, wie ein Bahnsprecher erklärt. © picture alliance/dpa
RB50-Linie der Eurobahn

Arbeiten an Eurobahn-Strecke RB50: Es bleibt nicht nur bei der Sperrung im März

Die Strecke zwischen Dortmund und Münster wird im März wieder gesperrt. Es stehen Nacharbeiten am Gleis an. Diese sind jetzt unumgänglich, so ein Bahnsprecher. Und es werden weitere Arbeiten folgen.

Nach monatelangen Arbeiten am Bahndamm stehen erneut Baumaßnahmen auf der eingleisigen Strecke zwischen Dortmund und Münster an. So kommt es erneut zu einer Sperrung und damit wieder zu Einschränkungen für die Pendler der Eurobahn der RB50-Linie.

Schon wieder Arbeiten zwischen Dortmund und Münster? Das werden sich viele Pendler in diesen Tagen gedacht haben, als sie von der erneuten Sperrung erfahren haben. Wieso hätte man die Arbeiten nicht erledigen können, als das Gleis sowieso schon von Januar bis Oktober 2020 gesperrt wurde? Auch diese Frage werden sich die Bahnfahrer stellen.

Arbeiten zwischen Dortmund und Münster erst jetzt möglich

Eine Antwort darauf gibt es nun von der Deutschen Bahn, die für die Infrastruktur verantwortlich ist. „Es handelt sich um Nacharbeiten, die im ganz normalen Ablauf anstehen“, erklärt ein Bahnsprecher auf Anfrage. Auf einer Gesamtlänge von fünf Kilometern wurden hier im vergangenen Jahr zunächst die Spundwände in den maroden Bahndamm gezogen sowie Gleise und Weichen erneuert.

Seit dem Herbst sind die Arbeiten erledigt, seit dem 10. Oktober 2020 fahren dort wieder Züge. Die erneute Sperrung, die vom 8. bis 13. März 2021 in den Nachtstunden erfolgt, sei nun unumgänglich und zudem erst zum jetzigen Zeitpunkt möglich, wie der Bahnsprecher erklärt.

„Nach der Gleisbearbeitung fahren die Züge wieder über die Gleise. Nach einer gewissen Zeit setzt sich das Gleis in das Schotterbett. Das Gleis muss dann wieder neu ausgerichtet werden“, so der Bahnsprecher. Mindestens sechs Wochen nach einer Bahndammsanierung wie sie nun auf der Strecke zwischen Dortmund und Münster erfolgte, wird der Schotter, der durch das Befahren der Züge aufgerüttelt wurde, in seine endgültige Lage gebracht und verdichtet.

Dazu kommt eine sogenannte Gleisstopfmaschine zum Einsatz. „Damit wird das Gleis angehoben und wieder ausgerichtet. Das ist eine Millimeter-Arbeit“, so der Bahn-Experte weiter. Darüber hinaus gibt es Kabelarbeiten an den Lichtsignalen und Weichen.

Mit der Gleisstopfmaschine wird das Schotterbett wieder ausgerichtet und verdichtet.
Mit der Gleisstopfmaschine wird das Schotterbett wieder ausgerichtet und verdichtet. © picture-alliance/ dpa © picture-alliance/ dpa

Die Kabel müssten zunächst von den Gleisen genommen werden, damit die Gleisstopfmaschine diese nicht beschädigt. Dann finden abschnittsweise die Nacharbeiten an der Strecke statt. Zunächst ist die Strecke zwischen Dortmund und Werne an der Reihe. Doch danach wird es auch an weiteren Stellen zwischen Dortmund und Münster solche Nacharbeiten geben.

„Über das gesamte Jahr über kann es weitere Arbeiten geben. Eine genaue Terminübersicht gibt es noch nicht“, erklärt der Bahnsprecher. Die Arbeiten sollen, wie nun im März, möglichst in den Nachtstunden stattfinden. Über den genauen Zeitraum – ob nur nachts oder tagsüber – gab es zuletzt widersprüchliche Aussagen von Deutscher Bahn und dem Eurobahn-Betreiber Keolis.

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Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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