Bevor geimpft wird, wurde die Impffähigkeit der Patienten von den Ärzten überprüft. © Pascal Löchte
Erzieher, Lehrer & Co.

Astrazeneca: Weniger Impfwillige in Lindert-Halle als geplant

Die zweite Impfrunde für das Personal von Kitas, Grundschulen und Jugendhilfe konnte am Freitag nachgeholt werden. Hatte der kurze Astrazeneca-Impfstopp Auswirkungen auf die Impfbereitschaft?

In zwei Runden wollte die Stadt Werne das Personal aus Grundschulen, Kitas und Jugendbereichen gegen das Coronavirus impfen. Die erste Runde erfolgte am 12. März, die zweite war für den 19. März geplant. Wegen des zwischenzeitlichen deutschlandweiten Impfstopps mit Astrazeneca mussten diese aber ausfallen.

Der Termin wurde nun mit einer Woche Verzögerung am Freitag, 26. März 2021, nachgeholt. Wieder kamen die Impfwilligen in die Lindert-Sporthalle, um sich die Immunisierung mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu holen.

Etwas weniger Impfwillige als erwartet

„Es wird das Personal aus Kitas, Grundschulen und der Jugendhilfe im Heimbereich geimpft. Es ist die abschließende Runde für den Personenkreis“, sagt der zuständige Jugend- und Schuldezernent Alexander Ruhe. Am 12. März seien 340 Menschen geimpft worden, für den zweiten Termin hätten sich 265 angemeldet.

Die ursprüngliche Anmeldezahl lag aber bei 279. Zwischen den beiden Terminen wurde in Deutschland die Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin gestoppt. Grund war eine mögliche Gefahr für Thrombosen im Gehirn. Am 19. März stellte das Paul-Ehrlich-Institut fest, dass der Impfstoff sicher und wirksam sei.

Ob deshalb weniger einige Personen ihren Termin abgesagt hätten, lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, sagt Ruhe. „Wir kennen die Gründe nicht. Ich kann nicht einschätzen, wie viele spontan nicht kommen werden. Nichtsdestotrotz sind wir zufrieden, es läuft flüssig und in einem Rutsch“, führt Dezernent Ruhe fort. Wer im entsprechenden Bereich arbeite und nicht im Rahmen der zwei Impftermine in der Lindert-Halle immunisiert worden sei, müsse den Weg über das Impfzentrum in Unna gehen.

Kein Impfstoff geht verloren

Dr. Stefanie Klein hat die ärztliche Leitung inne. Sie betreut eine der vier Impfstraßen in der Lindert-Sporthalle. Bevor ein Patient geimpft wird, stellt Dr. Klein nochmal die Impffähigkeit fest.

Sie habe noch keine Fragen bezüglich des Astrazeneca-Impfstopps beantworten müssen. Sie gehe davon aus, dass die Patienten sich ausreichend von ihren Hausärzten haben informieren lassen.

Falls dennoch Impfstoff übrig bleibt, habe man vorgeplant. Alexander Ruhe: „Dann könnten wir die ehrenamtlichen Helfer der Testzentren impfen. Die könnten einspringen. Das sind maximal etwa 35 Personen. Wenn dann noch was übrig bleibt, wird der Impfstoff abgeholt. Die Kühlkette können wir einhalten.“

Und was sagen die Geimpften? Eine Erzieherin, die anonym bleiben möchte, gibt zu, dass sie Bedenken hatte wegen des zwischenzeitlichen Impfstopps. „Die Nachrichten haben mich beunruhigt“, sagt sie. Dennoch habe sie sich impfen lassen, denn das sei ein „Schritt in Richtung Normalität“.

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