Bahnstrecke fertig, Eurobahn fährt ab Samstag (fast) wieder normal

hzBahnstrecke RB 50

Nach 10 Monaten ist die Bahnstrecke zwischen Davensberg und Lünen repariert. Ab Samstag, 10. Oktober, fährt die Eurobahn wieder durchgängig zwischen Münster und Dortmund. Fast durchgängig.

Ascheberg, Dortmund, Lünen, Nordkirchen, Werne

, 08.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die aufwendige und mehr als 30 Millionen Euro teure Reparatur der Bahnstrecke auf zwei Teilstücken zwischen Davensberg und Lünen ist bald Geschichte. Ab Samstagmorgen, 5.30 Uhr, kann die Eurobahn wieder (fast) durchgängig von Münster bis Dortmund mit Zügen fahren. Aber: Der Schienenersatzverkehr gehört noch nicht ganz der Vergangenheit hat.

Eurobahn nimmt ab Samstagmorgen wieder den Betrieb auf

„Wir verkehren ab Samstag, 10. Oktober 2020, ab 5.30 Uhr wieder nach dem normalen Fahrplan“, sagt Nicole Pizzuti vom Eurobahn-Betreiber Keolis. Der „Normalverkehr“ für die Eurobahn-Züge läuft allerdings zunächst nur im Zeitraum von 5.30 bis 22.30 Uhr. Die ganz frühen und die ganz späten Züge müssen noch bis zum 26. Oktober auf den seit 10 Monaten gelernten Schienenersatzverkehr (Busse) zwischen Davensberg und Lünen ausweichen.

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Nicole Pizzuti erklärt den Hintergrund: „Die komplette Bahn-Baustelle wäre eigentlich noch über die ganzen Herbstferien gelaufen. Da jedoch parallel in den Herbstferien die Strecke Hamm – Dortmund über Kamen gesperrt ist, musste die Strecke Dortmund – Münster früher geöffnet werden.“ Daher lasse die Deutsche Bahn die letzten Abschlussarbeiten nun ausschließlich in den Nachtstunden, zwischen 22.30 Uhr und 5.30 Uhr, stattfinden.

Einschränkungen für ganz frühe und späte Verbindungen

Diese Einschränkung betrifft eine beziehungsweise zwei frühe Verbindungen gegen 4 Uhr sowie zwei bis vier Verbindungen (je nach Wochentag) nach 22.30 Uhr. Die Fahrpläne vom 10. Oktober bis zur endgültigen Strecken-Fertigstellung am 26. Oktober findet man im Netz unter www.eurobahn.de/sev-rb50/. Über den dann anschließenden Fahrplan sagt die Keolis-Sprecherin: „Wir sind in den letzten Details des Fahrplanes ab dem 26. Oktober und werden diese auch in Kürze online stellen.“

Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke Münster-Dortmund haben länger dauert als geplant.

Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke Münster-Dortmund haben länger dauert als geplant. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Zeiten und Takte sollen sich gegenüber der Vor-Reparaturzeit nicht wesentlich ändern. Es bleibt bei dem Stunden-Takt der Eurobahn zwischen Dortmund und Münster. Der Zug, der beispielsweise um 7.35 Uhr im Hbf Dortmund startet, ist um 7.55 in Werne, um 7.58 am Hbf Lünen, um 8.01 in Capelle, um 8.05 in Ascheberg und schließlich um 8.26 Uhr in Münster Hbf. Umgekehrt: ab Münster um 7.49, Ascheberg 7.54, Capelle 8.02, Werne 8.08, Lünen 8.12 und Dortmund 8.28 Uhr.

Eurobahn muss wieder auf Fernverkehr warten

Das gilt natürlich nur, wenn die Eurobahn pünktlich ist. Denn das ist, zumindest für die Pendler in dieser Region, die schlechte Nachricht: Denn nach der Reparatur lässt ab Samstag die Bundesbahn wieder ihre Fernverkehrszüge über die soeben sanierte Strecke rollen. Und das bedeutet: Sobald sich ein IC nähert, muss die Eurobahn im nächstgelegenen Bahnhof warten, bis der Fernverkehrszug vorbeigerauscht ist.

Nachdem die Schäden am Bahndamm vor einigen Jahren erkannt worden waren und es Tempobegrenzungen von 130 auf 70 km/h an einigen Stellen der Strecke gegeben hatte, hatte die DB ihre Züge auf andere Routen umgeleitet. Ab dem 10. Oktober kehren sie zurück. Eine Bahnsprecherin: „Dann werden die Züge der zweistündlichen ICE/IC-Linie Hamburg-Münster-Dortmund-Wuppertal-Süddeutschland (Linie 31) wieder über die ursprüngliche Strecke mit Halten in Dortmund, Hagen und Wuppertal geführt.“

Der erste IC an diesem Tag fährt um 8.03 Uhr von Münster nach Dortmund beziehungsweise um 7.25 Uhr von Dortmund nach Münster über die Strecke, die dann DB und Eurobahn wieder zeitgleich benutzen. Und so lange es kein zweites Gleis gibt, wird es immer wieder zu Verzögerungen kommen.

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