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Bahngipfel zum zweigleisigen Ausbau tagt Freitag in Werne

Resolution geplant

Die gebündelte Kommunal- und Kreis-Politik aus der Region setzt sich für den langersehnten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Dortmund ein. Freitag trifft sie sich in Werne.

Werne, Ascheberg, Lünen, Nordkirchen, Capelle

, 27.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Bahngipfel zum zweigleisigen Ausbau tagt Freitag in Werne

Landräte und (Ober-)Bürgermeister an der Strecke zwischen Münster und Dortmund treffen sich zum „Bahngipfel“ am Freitag, 29. März, in Werne und schauen sich unter anderem den Bahnhof an. © Felix Püschner (A)

Die Region entlang der eingleisigen Fernverkehrsstrecke zwischen Lünen und Münster hat seit Jahrzehnten den zweigleisigen Ausbau dieser Strecke gefordert. Umso misslicher ist die derzeitige Streckensperrung für den Fernverkehr, die zu einer Angebotsreduzierung um 50 Prozent auf der direkten Route zwischen Dortmund und Münster geführt hat. Immerhin: Die Eurobahn kann durch den Wegfall des Fernverkehrs deutlich pünktlicher zwischen Münster und Dortmund verkehren.

Bahngipfel zum zweigleisigen Ausbau tagt Freitag in Werne

Die Kreis- und Kommunal-Politiker machen Druck auf die Bahn, unter anderem für den zweigleisigen Ausbau. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Westfalen machen jetzt Druck. Auf Initiative von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) und seinem Münsteraner Amtskollegen Markus Lewe wollen die anliegenden Städte und Gemeinden die Deutsche Bahn auffordern, die vorhandenen Schäden so zu beseitigen, dass die Strecke Münster - Lünen - Dortmund für die Fernverkehrskunden in Kürze wieder nutzbar ist.

Zudem fordert die Initiative, dass das Fernverkehrsangebot trotz der Streckensperrung umgehend von 50 auf 100 Prozent angehoben wird. Eine entsprechende Resolution an den Bahnvorstand soll am Freitag, 29. März, auf den Weg gebracht werden.

Gespräch in Werne von Landräten und Bürgermeistern

Dazu findet am Vormittag im Rats- und Bürgersaal des Alten Rathauses in Werne ein Gespräch unter Beteiligung der Oberbürgermeister Sierau (Dortmund), Lewe (Münster), der Landräte Makiolla (Unna), Dr. Schulze-Pellengahr (Coesfeld) sowie der Bürgermeister aus Ascheberg, Nordkirchen, Lünen und Werne statt.

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Die Hauptverwaltungsbeamten treffen sich zunächst zum Ortstermin am Bahnhof in Werne und erörtern anschließend im Rats- und Bürgersaal die Situation um die Bahnstrecke.

Resolution an die Bahn mit verschiedenen Forderungen

Anlass des Gespräches ist die Unterzeichnung einer Resolution für eine zeitnahe Reparatur des Gleiskörpers, Wiederaufnahme des stündlich fahrenden Fernverkehrs zwischen Münster und Dortmund und einen umgehenden zweigleisigen Ausbau.

Wernes Bürgermeister Lothar Christ sagt auf Anfrage: „Nachdem der zweigleisige Ausbau zwischen Werne und Münster/Geist im November vergangenen Jahres offiziell in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen wurde, ist es nun dringend erforderlich, dass ein dafür notwendiges Planfeststellungsverfahren baldmöglichst begonnen wird. Außerdem könnte man viel Zeit sparen, wenn im Rahmen bevorstehender Reparaturarbeiten am bestehenden Gleis bereits Maßnahmen für die Verlegung eines 2. Gleises auch außerhalb eines solchen Planfeststellungsbeschlusses getroffen würden. Ziel ist es, neben den dringend erforderlichen Verbesserungen im Fernverkehr auf dieser Strecke mehr Verlässlichkeit im Nahverkehr zwischen Münster und Dortmund zu erreichen und wünschenswerter Weise auch eine engere Taktfolge als bislang.“
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