Band Red Ivy aus Werne fiebert erstem Auftritt in der Corona-Krise entgegen

hzBand-Auftritt in der Corona-Krise

Endlich wieder ein Auftritt: Monatelang musste die Band Red Ivy darauf warten, doch nun können die fünf Musiker aus Werne, Lünen, Selm und Dortmund wieder vor Publikum spielen. Und das wird ganz speziell.

Werne

, 18.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hannah Wetter kommt ins Grübeln. „Der letzte Auftritt. Gute Frage. Der ist leider wirklich sehr lange her“, sagt die Sängerin der Band Red Ivy. Wie vielen Musikern geht es auch der jungen Alternative-Rock-Band aus Werne. Sie musste in der Vergangenheit aufgrund der Corona-Krise lange auf Auftritte vor Publikum verzichten. Für Red Ivy geht diese lange Durststrecke nun zu Ende.

Zum ersten Mal spielen Hannah Wetter (Gesang), Tobias Schroer (Bass), Benedikt Schulz (Drums), Felix Möller (E-Gitarre, Keyboard) und Jean-Michel Kellermann (E-Gitarre) wieder live auf einer Bühne und vor Zuschauern - und zwar bei der Veranstaltungsreihe „Summer Events“ am Hafen in Münster am Samstag, 22. August.

Es ist der erste Auftritt in diesem Jahr, wie Hannah Wetter aus Werne erzählt. Eigentlich, so die Sängerin, hätte die Band eine kleine Tour durch Berliner Clubs im Februar und März geplant. Aber dann kam Corona. So liegt der letzte öffentliche Auftritt noch in 2019. Umso größer ist die Vorfreude auf die Veranstaltung am kommenden Wochenende in Münster.

Red Ivy spielt vor 100 Zuschauern

Es wird ein ganz spezieller Auftritt. Denn neben den Corona-Hygieneregeln - Tanzen etwa ist nicht erlaubt - gilt auch eine begrenzte Besucheranzahl. Maximal 100 Zuschauer können die Band Red Ivy sehen. „Wir spielen gerne vor kleinem Publikum. Das ist einfach direkter und persönlicher. Aber dieses Mal wird es trotzdem ein besonderes Gefühl, weil es keinen direkten Kontakt mit den Zuschauern geben darf“, erklärt Hannah Wetter.

Die Werner Band Red Ivy spielte im August 2019 zum Start des Open-Flair-Festivals in Eschwege. Es war der größte Auftritt der Bandgeschichte. Etwa 1000 Zuschauer verfolgten die Show von Red Ivy.

Die Werner Band Red Ivy spielte im August 2019 zum Start des Open-Flair-Festivals in Eschwege. Es war der größte Auftritt der Bandgeschichte. Etwa 1000 Zuschauer verfolgten die Show von Red Ivy. In Münster werden am Samstag deutlich weniger Zuschauer dabei sein. © Dominik Brüchler (A)

Ganz anders war da der Auftritt im August 2019: Da feierten die Mitglieder von Red Ivy, die mittlerweile mit einer professionellen Booking-Agentur zusammen arbeiten, vor rund 1000 Besuchern beim Open-Flair-Festival in Eschwege den bislang größten Gig der Bandgeschichte. Ein Jahr danach ist es aufgrund der Corona-Krise deutlich ruhiger geworden um die Gruppe, die 2012 als Schülerband am St.-Christophorus-Gymnasium in Werne begann.

Virtueller Austausch statt gemeinsames Treffen im Proberaum

Lange hatten sich die fünf Mitglieder nur virtuell, per Skype oder Zoom, getroffen. „Wir sind auf Nummer sicher gegangen. Das war schon sehr ungewöhnlich für uns, dass wir uns so lange gar nicht gesehen haben“, erzählt die 23-Jährige, die als Krankenschwester im St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne arbeitet.

Jedes Bandmitglied hat während dieser Zeit allein zuhause geprobt. Die neu geschriebenen Songs haben sie dann ebenfalls virtuell gemeinsam ausprobiert.

Erst nach dem Ende des Lockdowns haben sich die Fünf wieder im eigenen Proberaum in Werne getroffen. „Wir haben uns alle tierisch gefreut, uns wieder zu sehen. Das war wie viele andere in der Veranstaltungsbranche auch für uns als Musiker eine sehr komische Zeit, wenn die Perspektive nicht wirklich da ist“, erzählt Hannah Wetter.

Hannah Wetter aus Werne freut sich wie die anderen Bandmitglieder auf den lang ersehnten ersten Auftritt in der Corona-Krise. Der wird unter besonderen Bedingungen in Münster stattfinden.

Hannah Wetter aus Werne freut sich wie die anderen Bandmitglieder auf den lang ersehnten ersten Auftritt in der Corona-Krise. Der wird unter besonderen Bedingungen in Münster stattfinden. © Dominik Brüchler (A)

Wenn es mal ein Tief gab, dann haben sich die Mitglieder gegenseitig wieder motiviert. „Jeder von uns hat mal einen Durchhänger. Das war aber auch schon vor Corona so. Aber wir sind fünf so unterschiedliche Menschen, sodass wir uns da gegenseitig immer sehr gut pushen können“, erzählt die Sängerin von Red Ivy.

„Viel Energie, die in uns brodelt“

Jetzt, für den ersten Auftritt nach langer Zeit, braucht es keine Motivationsspritze. In Münster hören die Zuschauer dann aber nicht nur neue Songs der Band. „Wir werden mal wieder ein Cover spielen. Das haben wir schon sehr lange nicht mehr gemacht“, erzählt Hannah Wetter. Doch mit dem Song „Modern Jesus“ von Portugal. The Man verbinden die Bandmitglieder besondere Erinnerungen. Deshalb steht er dieses Mal wieder auf der Songlist. Was die Zuschauer in Münster noch erwartet? „Viel Energie, die ins uns brodelt - gebündelt auf 45 Minuten“, antwortet Hannah Wetter.

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Die Alternative-Rock-Band Red Ivy spielt am Samstag, 22. August, ab 19.30 Uhr bei „Summer Events“ am Hafen (Am Mittelhafen 20) in Münster. Tickets gibt es im Vorverkauf online für 8 Euro oder an der Abendkasse für 10 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.summerevents.ms
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