Band Red Ivy eröffnet Open-Flair-Festival: „Wir hoffen, dass wir einigermaßen cool bleiben“

hzBand auf großer Bühne

Die Band Red Ivy eröffnet das Open-Flair-Festival in Eschwege. 20.000 Besucher werden erwartet. Und der Druck war für die Bandmitglieder aus Werne, Selm, Lünen und Dortmund noch nie so hoch.

Werne, Selm, Lünen, Dortmund

, 07.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange haben sie auf diesen Moment hingefiebert. Wenn die Alternative-Rock-Band Red Ivy aus Werne am Freitag (7. August) auf die Bühne tritt, soll eins im Vordergrund stehen: „Wir wollen einfach nur Spaß haben und es genießen“, sagt Sängerin Hannah Wetter (21) aus Werne.

Es ist die bislang größte Bühne für die fünf Musiker und Freunde. Bei dem viertägigen Open-Flair-Festival werden etwa 20.000 Besucher erwartet. Red Ivy, die Nachwuchsband, hat die Ehre, die Veranstaltung um 15.15 Uhr zu eröffnen. Danach treten Größen wie die Fantastischen Vier, Die Toten Hosen, The Offspring oder Bullet for My Valentine bei dem Festival auf.

Band Red Ivy eröffnet Open-Flair-Festival: „Wir hoffen, dass wir einigermaßen cool bleiben“

Vorfreude und Nervosität herrschen bei den Bandmitgliedern gleichermaßen vor. Zur Band Red Ivy gehören (v.l.): Benedikt Schulz, Felix Möller, Hannah Wetter, Jean-Michel Kellermann und Tobias Schroer. © Mario Bartlewski

Gegen 1000 andere Bands durchgesetzt

Red Ivy hatte sich im bundesweiten Duell gegen 1000 andere Nachwuchs-Bands bei einer Online-Abstimmung durchgesetzt. Lange mussten sie zittern. Doch am Ende reichte es. Seitdem klar ist, dass die Band beim Festival spielt, überwiegt die Vorfreude bei den Bandmitgliedern.

Neben Hannah Wetter aus Werne sind das Tobias Schroer (Bass), Benedikt Schulz (Drums), Felix Möller (E-Gitarre, Keyboard) und Jean-Michel Kellermann (E-Gitarre).

Intensivere Proben und neue Technik

Für ihren größten Auftritt haben sie intensiver als sonst geprobt, erzählt Hannah Wetter. „Außerdem haben wir ein neues Monitorsystem ausprobiert, damit wir uns besser untereinander hören können. Das alles muss aufeinander abgestimmt und ausgetestet werden“, sagt die Sängerin, die am Donnerstag auf dem Festival ihren 22. Geburtstag feiert.

Gleichzeitig nahm die Band Songs für die neue EP „Nothing out of reach“ auf. „Das war in den letzten Wochen alles ganz schön geballt“, gibt Hannah Wetter zu. Schließlich soll bei ihrem Auftritt am Donnerstag alles passen.

Band Red Ivy eröffnet Open-Flair-Festival: „Wir hoffen, dass wir einigermaßen cool bleiben“

Red Ivy hat sich für das Open-Flair-Festival beworben. Hier ist die Musikgruppe beim JuWi-Fest 2018 auf der Bühne zu sehen. © Stefan Heeke (A)

Familien und Freunde sind mit dabei

„Wir versuchen, dass der Druck nicht zu hoch wird. Wir hoffen, dass wir einigermaßen cool bleiben“, sagt die Sängerin. Jeder würde anders mit Nervosität und Druck umgehen. Man versuche aber, sich als Band gegenseitig dabei zu helfen, sich gegenseitig die Unsicherheit zu nehmen, erzählt Wetter.

„Jetzt geht es wirklich darum, dass wir vor allem Spaß haben. Aber eine nötige Anspannung ist auch wichtig“, sagt die Sängerin aus Werne. Genügend Unterstützung bekommen die Bandmitglieder von ihren Familien und Freunden, die auch mit in Eschwege dabei sind.

Elf bis zwölf Songs

Auch einige Fans haben sich bereits angekündigt. „Und hoffentlich kommen auch einige neue Leute dazu“, sagt Hannah Wetter, die hofft, dass der 40-minütige Auftritt beim Open Flair neuen Schwung in die Bandgeschichte bringt. „Man muss auf die Bühnen kommen, auf denen man gesehen und entdeckt werden kann.“

Bei ihrem Auftritt am Mittwochnachmittag stellen sie deshalb auch gleich vier neue Songs vor. Insgesamt elf bis zwölf Lieder will die Band spielen.

Vom Bandmitglied zum Festivalbesucher

Wenn sie danach von der Bühne gehen, möchten sie das Festival als Gäste genießen. „Wir werden zusammen ein Bierchen trinken gehen und ein bisschen entspannen nach dem ganzen Druck“, sagt Wetter.

Und vor allem wollen die Bandmitglieder, die 2012 als Schülerband am St.-Christophorus-Gymnasium angefangen haben, die Größen der Szene sehen und vielleicht sogar im Backstage-Bereich kennen lernen. Dabei freuen sich die fünf Freunde vor allem auf Mannheimer Rockband„The Intersphere“.

Keine Star-Allüren

Hannah Wetter und ihre Bandkollegen sind bis zum Abschluss am Sonntag (11. August) auf dem Festival. Dabei sind Hannah Wetter und Tobias Schroer mittendrin. Sie zelten wie die Besucher auf dem klassischen Campingplatz. „Ich bin ein Festivalgänger. Ich campe gerne“, sagt Wetter. Auch für die anderen Bandmitglieder wird es nicht luxuriöser: Sie übernachten auf einem Mitarbeiter-Campingplatz. Star-Allüren gibt es bei Red Ivy nicht - auch nicht bei ihrem größten Auftritt.

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