Eurobahn fährt weiter mit geringerem Platzangebot: Der Herbst ist schuld

hzRB50-Linie

Zuletzt gab es Irritationen wegen falscher Durchsagen oder Anzeigen. Und weiter fährt die Eurobahn der Linie 50 mit einem verringerten Platzangebot. Eine Sprecherin erklärt den Hintergrund.

Werne, Ascheberg, Capelle, Lünen

, 16.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der monatelangen Sperrung der Strecke zwischen Münster und Dortmund konnten die Fahrgäste im Oktober aufatmen. Endlich wurde das Gleis und damit die Strecke nach den Bauarbeiten am Bahndamm wieder freigegeben. Doch auch danach hat die Eurobahn derzeit mit gleich zwei Baustellen zu kämpfen.

In der vergangenen Woche sorgte eine veraltete Durchsage für geschockte Gesichter bei den Fahrgästen. Weil ein Lokführer eine überholte Durchsage abspielen ließ, wurde aus den Lautsprechern von der anstehenden Baustelle und der damit verbundenen Streckensperrung von Januar bis August hingewiesen.

Schon wieder eine Sperrung? 90 Sekunden später klärte der Lokführer seinen Fauxpas auf. Er hatte versehentlich eine falsche Durchsage abgespielt. Eine Sperrung gibt es nicht, so der Lokführer. Doch es gibt derzeit fehlerhafte Informationen auf den Anzeigen an den Bahnsteigen oder in der DB-App. Das Problem liegt an einer neuen Software, erklärte Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Eurobahn-Betreiber Keolis. Man arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu lösen.

Verringertes Platzangebot auf der RB50

Darüber hinaus fährt die Eurobahn der RB50 mit den Halten in Davensberg, Ascheberg, Capelle, Werne und Lünen weiter mit einem verringerten Platzangebot. Der Grund: Flachstellen an den Rädern. „Wenn es stark regnet und Laub auf die Schienen fällt, dann bildet sich ein Schmierfilm wie Seife. Deshalb müssen die Lokführer langsamer fahren. So kann es zu Verspätungen kommen“, erklärt Pizzuti.

Dieser Schmierfilm kann aber auch dazu führen, dass beim Anfahren und beim Bremsvorgang die Räder durchdrehen und den Wagen rutschen lässt. So müssen die Schäden aus Sicherheitsgründen behoben werden. Nach und nach werden die Fahrzeuge, die auf der RB50 zum Einsatz kommen, also repariert. Die Räder müssen geschliffen werden, um die Fahrzeuge wieder fahrtüchtig zu machen. Die Folge: Auf der RB50 zwischen Münster und Dortmund werden weniger Wagen eingesetzt, sodass es zu Kapazitätsabweichungen kommt, sprich es gibt ein verringertes Platzangebot.

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Weil innerhalb der Corona-Krise aber deutlich weniger Fahrgäste die RB50 nutzen, sei dies kein größeres Problem, so Pizzuti. Seit dem 23. Oktober gilt bereits die Einschränkung. Und es wird sich wohl noch etwas hinziehen. „Bei insgesamt 99 Fahrzeugen, die in die Werkstatt müssen, kann das dauern“, sagt Pizzuti. Damit ist noch ungewiss, wie lange die Einschränkungen auf der RB50-Linie noch andauern werden. Nur so viel: „Meistens ist das im Oktober und November ein Thema. Im Dezember ist das meiste Laub ja gefallen“, sagt Pizzuti.

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