Bonenstraße: Mieterwechsel setzt sich fort

In der Werner Altstadt

Zwei Jahre hat es gedauert, und schon wieder steht das Ladenlokal an der Bonenstraße 20 in Wernes Innenstadt leer. Seit 2005 hat der Standort in Wernes Altstadt vier Besitzer verschlissen. Trotzdem steht ein neuer Mieter schon vor der Tür.

WERNE

, 18.05.2016 / Lesedauer: 2 min

Der Inhaber des Hauses, Siegfried Stehmann, ist schon verwundert darüber, dass die verflixte Hausnummer 20 ihren Mietern bisher kein Glück gebracht hat. „Als ich das Haus vor 40 Jahren gebaut habe, war der Moormannplatz die 1A-Lage in Werne.“ Die Eisdiele, verschiedene Ärzte, alle hätten sich über die Jahrzehnte gehalten, nur das Ladenlokal an der Bonenstraße 20 sei sein Sorgenkind.

Bis zuletzt bot dort das Modegeschäft „Akzent“ Kleidung für jüngere, weibliche Kunden. Anfangs, sagt Stehmann, habe das Konzept noch funktioniert, doch dann blieb die Kundschaft aus. „Das Einkaufsverhalten hat sich geändert, viele kaufen im Internet oder fahren nach Dortmund oder Münster“, stellt Stehmann fest.

Mögliche Ursachen:

Und obendrein alterten Wernes Bürger so sehr, dass solche Angebote wie bei „Akzent“ kaum eine Chance hätten. Und das geschlossene Solebad tue sein Übriges. Das Modegeschäft „Akzent“ ist nun in Iserlohn zu finden, wo es seit längerem eine zweite Niederlassung hat.

Seit gut zehn Jahren häufen sich die Besitzerwechsel an der Bonenstraße 20.
Bevor Akzent 2014 einzog, brachte ein SB-Bäcker seine Brötchen an den Mann, davor war die Parfümerie Waltermann Mieterin. Sie löste die Bäckerei Schulze-Bisping ab, die wiederum Nachfolgerin des Modegeschäfts E&R Moden war.

 

Das Lokal an der Bonenstraße 20 wird unterdessen wohl nicht lange leerstehen. Als potenzielle Neumieter stehen die Ehrenamtler von „Düt un Dat“ in Verhandlungen mit Immobilieninhaber Siegfried Stehmann. Der weilt derzeit in seinem Alterswohnsitz im schleswig-holsteinischen Arnis, will aber in der kommenden Woche nach Werne kommen und den Deal mit Marita Melcher fix machen.

"Düt un Dat" nebenan soll erhalten bleiben

Die „Düt un Dat“-Geschäftsführerin sagt zum Stand der Verhandlungen nur so viel: Der alte Standort von „Düt un Dat“, direkt nebenan, solle erhalten bleiben, das Lokal an der Bonenstraße 20 könnte ab Mitte Juni als Erweiterung dienen. „Nächste Woche wissen wir mehr“, sagt Marita Melcher, die mit 20 Ehrenamtlern Second-Hand-Ware für den guten Zweck, verkauft.

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