Brücke über Horne gesperrt: Fußgänger müssen an der Baustelle Münsterstraße einen Umweg gehen

hzBaustelle Münsterstraße

Unnötige Umwege: Weil die Brücke am Moormannteich gesperrt ist, müssen Fußgänger an der Baustelle an der Münsterstraße einen größeren Umweg nehmen. Dabei sollte die Brücke eigentlich frei bleiben.

Werne

, 05.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ähnelt einer Kletterpartie: Wer am Becklohhof parkt und Richtung Innenstadt will, muss sich erst an Absperrungen hindurch wagen, über die Leitplanke klettern, die Münsterstraße überqueren und dann auf dem Seitenstreifen der einstigen Bundesstraße 54 bis zur Burgstraße oder bis zum Konrad-Adenauer-Platz/Bahnhofstraße gehen.

An der Ecke Becklohhof/Münsterstraße befindet sich nach dem Abriss der Fußgängerbrücke eine Baustelle. Das zwingt die Fußgänger dazu, sich Umwege zu suchen. Nicht selten mit kuriosen Auswüchsen, wie Gisbert Bensch, Projektmitarbeiter der Stadt Werne, erklärt: „Einige Jugendliche bahnen sich ihren eigenen Weg und reißen die Absperrbaken auseinander.“ Und sie stecken sie nicht immer wieder zusammen. Deshalb müssten die Mitarbeiter an jedem Morgen die Baustelle neu „einrichten“, sprich alle Absperrungen wieder zusammenstellen.

Lange Umwege wegen der Brückensperrung

Das Problem: Einige Bürger - nicht nur Jugendliche - möchten keinen großen Umweg um die Baustelle in Kauf nehmen. Umso irritierter kann man nun sein, wenn man die Absperrung an der Brücke neben dem einstigen Möbelhaus Reuter-Tönnies sieht. Hier könnte der Weg problemos über die Horne, neben dem Moormannteich zum Roggenmarkt führen.

Die kleine Brücke neben dem einstigen Möbelhaus Reuter-Tönnies ist im Zuge der Baustelle an der Münsterstraße abgeriegelt. Sehr zum Ärgernis einiger Fußgänger, die nun einen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Die kleine Brücke neben dem einstigen Möbelhaus Reuter-Tönnies ist im Zuge der Baustelle an der Münsterstraße abgeriegelt. Sehr zum Ärgernis einiger Fußgänger, die nun einen Umweg in Kauf nehmen müssen. © Andrea Wellerdiek

Doch die Brücke, die später abgerissen wird, ist gesperrt. So müssen Fußgänger vom Becklohhof kommend entweder bis hin zur Kreuzung Konrad-Adenauer-Platz/Bahnhofstraße oder neben dem Seitenstreifen der Münsterstraße bis zur Burgstraße gehen.

Absperrung soll wieder verschwinden

Einige Bürger hatten sich dem Problem auch an dieser Stelle selbst gestellt und die Baken einfach auseinandergestellt, um über die Brücke gehen oder mit dem Fahrrad fahren zu können.

Die Sperrung sorgte nicht nur bei einigen Bürgern, sondern auch im Tiefbauamt für Irritationen. „Diese Brücke dürfte eigentlich gar nicht gesperrt sein. Da kam es zu einem Missverständnis mit der zuständigen Baufirma. Doch die Absperrung soll heute verschwinden“, sagt Bensch am Donnerstag, 5. März.

An der Baustelle für den Kreisverkehr arbeiten derzeit zehn verschiedene Firmen, sodass es schon mal zu solch einem Fehler kommen könnte, so Bensch weiter.

Komplette Abriegelung der Baustelle nicht möglich

Er hofft indes auf die Vernunft der Fußgänger. Bensch berichtet von einigen Unbelehrbaren, „die lieber durch den Matsch laufen als einen Umweg von 300 Metern in Kauf zu nehmen“. Andere würden „mitten durch die Baustelle“ laufen.

Einige Fußgänger nutzen den Seitenstreifen der Münsterstraße als Fußweg.

Einige Fußgänger nutzen den Seitenstreifen der Münsterstraße als Fußweg. © Andrea Wellerdiek

Auf der Baustelle kümmern sich die Mitarbeiter derweil um die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Großräumig ist dafür der Bereich rund um die Baustelle abgesperrt. Allerdings gibt es einige Ecken, die nicht komplett abgeriegelt werden können: Zwei Haus-Eingänge müssen frei bleiben. Ein „Schlupfloch“ für manche Fußgänger, die sich ebenso den Weg zwischen Becklohhof und Roggenmarkt oder Burgstraße bahnen.

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