Bußgeld für Maskenverweigerer: Eurobahn-Betreiber Keolis begrüßt harte Strafen

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Wer sich in Bussen und Bahnen in NRW nicht an die Maskenpflicht hält, soll künftig ein Bußgeld zahlen. Bei Eurobahn-Betreiber Keolis begrüßt man den Vorstoß aufgrund einer negativen Entwicklung.

Werne, Capelle, Ascheberg, Lünen

, 07.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Harte Strafen für „Masken-Muffel“: Wer in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen gegen die Maskenpflicht in der Corona-Krise verstößt, soll künftig gleich zur Kasse gebeten werden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst fordert sofort ein Bußgeld für Fahrgäste, die ohne Mund-Nasen-Schutzmaske erwischt werden.

Zuvor gab es eine finanzielle Strafe erst dann, wenn sich ein Fahrgast trotz der Aufforderung der Mitarbeiter weigerte, eine Maske zu tragen.

Strenges Vorgehen und Strafen auch in der Eurobahn

Nun soll es härtere Strafen geben. Man wolle keine lange Diskussion mehr mit „Masken-Muffeln“, so Wüst. Die Verantwortlichen von Keolis, Betreiber der Eurobahn, unterstreichen den Vorstoß des Verkehrsministers.

„Wir begrüßen das Verhängen von Bußgeldern, wenn es Verstöße gibt. Das Einhalten der Maskenpflicht ist sehr wichtig, vor allem bei steigenden Fahrgastzahlen“, erklärt eine Sprecherin des Eurobahn-Betreibers Keolis.

In der Eurobahn, die auf der RB-Linie 50 auch zwischen Münster und Dortmund verkehrt, greifen die Mitarbeiter bereits konsequent gegen unbelehrbare Fahrgäste vor.

An der nächsten Haltestelle kann Endstation sein

Wenn es trotz der Erklärungsversuche der Mitarbeiter keine Einsicht gibt, dann machen die Verantwortlichen Gebrauch von ihrem Hausrecht. In sehr schwierigen Fällen, die es laut der Sprecherin bislang vereinzelt gab, zieht man dann die Bundespolizei hinzu.

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Am nächsten Bahnhof ist für den Maskenverweigerer dann Endstation. So wird es aber auch stets gehandhabt, wenn es zu Konflikten in der Bahn - etwa beim Fahren ohne gültigem Ticket - kommt, erklärt die Sprecherin. Die meisten Fahrgäste würden sich aber prinzipiell an die auf den Bahnsteigen und in den Bahnen geltende Maskenpflicht halten.

Fahrgäste werden nachlässiger

Dennoch stellen die Verantwortlichen von Keolis eine negative Entwicklung in den Eurobahnen fest. Es sei zu erkennen, dass die Kunden nachlässiger werden. „Die Sehnsucht nach Normalität wird größer und es wird wärmer. Das spielt auch eine Rolle“, sagt die Sprecherin.

Deshalb und aufgrund steigender Fahrgastzahlen auf den Linien der Eurobahn sei es umso wichtiger, dass „gegengehalten wird“. Wie genau das strenge Vorgehen mit einem möglichen Verhängen von Bußgeldern in der Praxis aussehen kann, werde zurzeit mit allen beteiligten Stellen diskutiert.

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