Politik

Keine Mitfahrgelegenheit: CDU in Werne scheitert mit Antrag

Um die Anbindung von Ortsteilen wie Stockum und Horst an die Werner Innenstadt zu verbessern, wollte die CDU Mitnahmebänke aufstellen lassen. Dafür erntete die Union jedoch mehr Kritik als Lob.
Per „Anhalter“ Richtung Innenstadt und zurück? Die CDU konnte die anderen Parteien nicht von ihrem Vorschlag überzeugen.
Per "Anhalter" Richtung Innenstadt und zurück? Die CDU konnte die anderen Parteien nicht von ihrem Vorschlag überzeugen. © Felix Püschner

Dieser Zug – oder besser gesagt Pkw – könnte schon recht früh wieder abgefahren sein. Denn die CDU hat für ihren Vorschlag, an verschiedenen Standorten in Werne sogenannte Mitnahmebänke aufzustellen, keine Befürworter gefunden. Zumindest nicht im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz. Zur Erinnerung: Um Ortsteile wie Stockum, Langern oder Horst besser an die Innenstadt anzubinden, wollte die Union 10.000 Euro im städtischen Haushalt für speziell gekennzeichnete Mitnahmebänke reservieren.

Das dahintersteckende Konzept ist recht einfach: Wer sich draufsetzt, signalisiert dadurch, dass er eine Mitfahrgelegenheit sucht – in der Hoffnung, dass Autofahrer dies erkennen und sich hilfsbereit zeigen. In anderen Kommunen wird dieses Modell bereits umgesetzt. In der Regel ist neben der Bank ein Schild aufgestellt, das das Fahrziel anzeigt. Teilweise wird das Angebot durch eine App ergänzt, über die Fahrer quasi „angefordert“ werden können.

FDP findet Idee charmant – mehr aber auch nicht

Der Antrag der Union stieß allerdings auf wenig Begeisterung im Ausschuss. Denise Jücker (FDP) sagte, es sei eine „charmante Idee“, doch würden Beispiele aus den Nachbargemeinden zeigen, dass das Angebot nicht gut angenommen wird. Außerdem würden die Fahrgäste quasi stets ein One-way-Ticket erhalten. Heißt: Wie und wann sie später wieder zurückkommen, ließe sich kaum planen.

Auch Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) verwies auf das geringe Interesse in Gemeinden wie Südkirchen, Nordkirchen und Capelle. Andreas Drohmann (Grüne) betonte, solche Bänke seien gerade jetzt in Pandemiezeiten völlig „deplatziert“. Der Antrag wurde daraufhin bei 6 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen abgelehnt.

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