Cent-Diskussion: Wie werde ich mein Kleingeld los?

Mit Abstimmung

Die Stadt Kleve hat in ihrer Geschäftswelt die 1- und 2-Cent-Münzen abgeschafft. Nun denken auch andere Städte darüber nach, den Umlauf der kleinsten Kupfermünzen einzudämmen - auch Werne ist darunter. Viele plagt das viele Kleingeld, doch man kann es kostenlos einzahlen.

WERNE

, 03.02.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
1-Cent und 2-Cent-Münzen auf einem Archivbild: Nachdem Kleve den Gebrauch der Geldstücke abschaffen will, denken nun auch andere Städte über die Idee nach.

1-Cent und 2-Cent-Münzen auf einem Archivbild: Nachdem Kleve den Gebrauch der Geldstücke abschaffen will, denken nun auch andere Städte über die Idee nach.

In Bezug auf eine mögliche „Abschaffung“ der Ein- und Zwei-Cent-Münzen gehen die Meinungen in Werne auseinander. Manche hängen an den kleinen Kupfermünzen, viele könnten darauf verzichten. Doch wie wird man sein Kleingeld am besten los?

Spätestens wenn das Portemonnaie aus allen Nähten platzt oder das Sparschwein seine an seine Grenzen stößt, müssen Lösungen her. Spendendose, Bankkonto oder Bezahlen an der Supermarktkasse sind dann beliebte Optionen. Einiges gibt es dabei jedoch zu beachten.

Supermärkte müssen Kleingeld nicht unbegrenzt annehme

Wer etwa sein Kleingeld an der Supermarktkasse loswerden möchte, ist ab einer Anzahl von 50 Münzen auf die Kulanz des Händlers angewiesen. 

Ein Szenario, das laut Rewe-Inhaber Christians Symalla aber kaum vorkommt: „Bislang ist noch niemand mit seinem Sparschwein oder einer Schubkarre voll Kleingeld gekommen. Wir würden ihn aber nicht wegschicken, sondern eine Lösung finden.“

Sparkasse und Volksbank zählen das Kleingeld kostenlos

Sowohl Volksbank als auch Sparkasse haben in Werne einen Zählautomaten. Gebühren fallen für Kontoinhaber nicht an. „Wir machen da auch keinen Unterschied zwischen Privat- und Geschäftskunden“, so Volksbank-Prokurist Martin Eikel. Bei der Sparkasse ist das nicht anders. „Wer ein Konto bei uns hat, zahlt kostenlos ein“, sagt Sparkassenchef Thomas Lohmann.

Kassen sind nicht zur kostenlosen Kleingeldeinzahlung verpflichtet

Eine Selbstverständlichkeit ist dies jedoch nicht, wie Volker Willner, Pressesprecher des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe betont. Weil Abgabe und Beschaffung von Kleingeld über die Zentralbank arbeits- und kostenintensiver geworden sind, bleibt es inzwischen den Kassen überlassen, ob sie eine Gebühr erheben.

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