Kosmetik und Wellness in Werne ist wieder erlaubt: So starteten die Studios

hzBeauty und Wellness in Werne

Seit dem 11. Mai sind Kosmetikbehandlungen wieder erlaubt. Auch Massagen und Fußbehandlungen dürfen seit Kurzem wieder ohne Rezept durchgeführt werden. Nun warten die Studios auf Kundschaft.

Werne

, 15.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenig Kunden sind besser als keine: „Hauptsache wieder arbeiten“, sagt Doung Phan erleichtert. Nach zwei Monaten der Schließung durfte sie am Montag (11. Mai) ihr Nagelstudio „HN Beauty Palace“ wieder öffnen. Die ersten beiden Tage waren rasch ausgebucht. Nun lässt der Andrang jedoch bereits nach. Phan vermutet, dass das an der finanziellen Lage ihrer Kunden liegt: „Viele sind in Kurzarbeit und haben gerade kein Geld für ihre Nägel.“ Außerdem blieben viele Werner weiterhin daheim - kein Anlass für schicke Nageldesigns.

Mitschwingen würde da auch die Sorge vor einer potentiellen Infektion. In ihrem Studio, versichert Phan, sei die Ansteckungsgefahr jedoch sehr gering. Schon vor der Krise arbeitete sie mit Handschuhen und Mundschutz und desinfizierte ihren Arbeitsplatz regelmäßig. Daher konnte sie ganz spontan wieder öffnen. „Wir bekamen Samstag die Nachricht, dass wir Montag wieder starten können. Ich habe mich riesig gefreut - und meine Stammkunden auch“, so Phan.

Hohe Hygienestandards im Kosmetiksalon

Die Kosmetikerin Karin Fränzer darf ebenfalls wieder ihrer Arbeit nachgehen - für die nächsten Tage gäbe es noch einige freie Termine. Die Kunden hätten jedoch schon Termine für den nächsten Monat gemacht. „Das Angebot wird zögerlich angenommen. Ich glaube weniger, dass es daran liegt, dass die Leute noch nicht wissen, dass ich wieder da bin. Vermutlich sind die Leute noch verunsichert wegen des Virus. Oder sie haben bis Juni schon andere Termine im Kalender“, so Fränzer.

Auch in ihrem Studio habe sich nicht viel verändert - die Hygienestandards seien zuvor schon hoch gewesen. Lediglich einen Gesichtsschild habe sie sich für die Arbeit angeschafft. Während der Corona-Pause habe sie sich online weitergebildet - in den Seminaren ging es beispielsweise um verschiedene Hauttypen und neue Produkte. „Die Arbeit hat mir sehr gefehlt. Ich mache das aus Leidenschaft und liebe den Kontakt mit meinen Kunden“, erzählt Fränzer.

Doppelter Schutz durch Schild und Maske

Katarzyna Janik, die nebenberuflich als Kosmetikerin tätig ist, hat ihre Hygienemaßnahmen noch verschärft. Bei Behandlungen, bei denen ihr Kunde keinen Mundschutz tragen kann, schützt sie sich doppelt mit Gesichtsschild und FFP-Maske. Sie benutzt Einweghandtücher und die Kunden sollen möglichst nicht die Türklinken anfassen und sich beim Betreten und Verlassen des Studios die Hände desinfizieren.

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Außerdem führt sie eine Besucher-Liste, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können. „Man sollte nichts überstürzen und mit Verstand an die Sache rangehen“, meint Janik. Deshalb bietet sie noch nicht ihr komplettes Leistunsspektrum an. Hand- und Ganzkörpermassagen seien beispielsweise noch tabu. Besonders gefragt seien bei ihr aktuell Gesichtsbehandlungen.

Zwei Wochen lang Massagen auf Rezept

Lutz und Katharina Franken, Inhaber der Praxis für geistiges Heilen und Massage, sind ebenfalls froh, wieder wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen zu können. Vier Wochen lang war die Praxis komplett geschlossen. Die folgenden beiden Wochen gab es nur Behandlungen auf Rezept - und das habe sich bei manchen Patienten schwierig gestaltet.

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„Manche Ärzte haben sich etwas angestellt, Privatrezepte für unsere Rückenbehandlungen auszustellen. Andere hingegen waren sehr kulant und haben direkt Behandlungen für den Rest des Jahres aufgeschrieben - Rückenprobleme lassen sich schließlich nicht so schnell lösen“, erzählt Katharina Franken.

Katharina und Lutz Franken durften zwei Wochen lang nur Behandlungen auf Rezept anbieten. Nun ist ihr Studio wieder für alle geöffnet. Am Tresen steht nun der vorgeschriebene Spuckschutz. Außerdem gilt für die Kunden die Mundschutzpflicht

Katharina und Lutz Franken durften zwei Wochen lang nur Behandlungen auf Rezept anbieten. Nun ist ihr Studio wieder für alle geöffnet. Am Tresen steht nun der vorgeschriebene Spuckschutz. Außerdem gilt für die Kunden die Mundschutzpflicht © Franken

Vor der Corona-Krise waren die Termine in der Praxis für zwei bis drei Wochen ausgebucht. Auch hier kehren die Patienten langsamer zurück - Resttermine für die nächsten Tage seien noch zu haben. „Wir sind optimistisch. Das Geschäft läuft gut wieder an“, so Franken.

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