Derby und Sim-Jü-Wochenende: So bereiten sich die Wirte aus Werne vor

hzCoronavirus in Werne

Revierderby und eigentlich auch Sim-Jü: Am Wochenende ist in Werne trotz Kirmes-Absage mit Betrieb in der Innenstadt zu rechnen. So bereiten sich die Wirte in Werne vor.

von Charlotte Schuster

Werne

, 24.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstag (24. Oktober) treffen Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 im Revierderby aufeinander. Zudem würde eigentlich auch noch die Sim-Jü-Kirmes in Werne stattfinden - Grund für viele Werner, gemeinsam in Gaststätten zusammenzukommen. Die Wirte aus Werne reagieren auf die mögliche Menschenansammlung in ihrer Gastronomie.

Das Restaurant „Stilvoll im Rathaus“ bietet zwar seit fünf Jahren keine Übertragung von Fußballspielen mehr an, jedoch war dort an dem Sim-Jü-Wochenende immer ordentlich was los. Für dieses Wochenende seien schon fast alle Plätze belegt. Das sei auch schon an den vergangenen Wochenenden der Fall gewesen, weshalb es momentan sinnvoll sei, vorher einen Tisch zu reservieren, so Andreas Nozar, der Inhaber von „Stilvoll im Rathaus“.

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In den vergangenen Jahren war es an dem Wochenende der Sim-Jü-Kirmes immer sehr voll. Davon sei das Restaurant jetzt aufgrund der geringeren Platzkapazität weit entfernt. „Das tut dieses Jahr besonders weh“, sagt Nozar.

Kaum noch freie Plätze zum Revierderby

Im Restaurant Mau‘s Krone können die Leute gemeinsam das Derby schauen. Auch der BVB Fanclub wird vertreten sein, wenn auch mit weniger Leuten. Dort sei für den Abend auch - bis auf vier vereinzelte Plätze - schon alles ausgebucht. Die meisten Leute haben sich bereits beim letzten Fußballspiel eingetragen.

„Anders geht es auch nicht, da nur noch wenig Plätze vergeben werden können“, verdeutlicht Alex Peter, Mitarbeiter in „Mau‘s Krone“. Aufgrund der Corona-Regelungen kann die Gastronomie nämlich nur noch Platz für 40 Gäste bieten.

Auch im Konrads wird das Revierderby live übertragen. Dort haben die Leute schon vor zwei Wochen angefangen, Plätze zu reservieren. Mittlerweile sei für den Samstagabend schon alles ausgebucht, sagt Daniela Herte, die Inhaberin des Konrads.

Sie geht aber davon aus, dass der Andrang am Samstag nicht besonders groß sein wird: „Viele werden privat was unternehmen, weil wir ja fast nach dem Derby schon schließen müssen. Da werden viele gar nicht mehr rausgehen.“

Die momentane Sperrstunde ist „tödlich“ für die Ausgehkultur

Die Wirte haben hinsichtlich Corona bestimmte Vorkehrungen für das Wochenende getroffen. Sie haben im Vorhinein mit der Stadt gesprochen. Ausgemacht ist, dass das Ordnungsamt am Wochenende verstärkt unterwegs sein wird und die Wirte unterstützt.

„Die Plätze sind begrenzt. Wenn die Plätze voll sind, müssen die Gäste sich etwas anderes suchen“, so Nozar zur Lage am Wochenende. Mit Sicherheit einen Platz bekommen nur die Gäste, die vorher bereits reserviert haben. Die momentane Sperrstunde um 23 Uhr sei jedoch „tödlich für die Ausgehkultur“, so der Inhaber von „Stilvoll im Rathaus“. Normalerweise würden seine Gäste - gerade am Wochenende - länger bleiben wollen.

Die Sperrstunde ist nach Nozar unverständlich, da in den Gaststätten alles sehr kontrolliert ablaufen würde: „Wir halten die Leute dazu an, dass sie auf ihren Plätzen bleiben und Abstand halten.“ Jetzt würden die Leute um 23 Uhr zuhause weiter feiern und nicht mehr aufpassen.

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Da die Gastronomien momentan sowieso recht strenge Auflagen haben, muss an ihrem Hygienekonzept für das Wochenende nichts geändert werden. Die Gäste müssen sich weiterhin in die Kontaktlisten eintragen. Zudem wird 1.50 Meter Abstand und die Bereitstellung von Desinfektionsmittel gewährleistet.

„Wir hatten eher Angst, dass die Leute unkontrolliert in die Stadt kommen und dann zusammen vor dem Restaurant stehen“, erklärt Nozar. Deshalb sei die Absprache mit dem Ordnungsamt auch von Vorteil.

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