Dr. Mojo spielt Jazz von seiner sanften Seite im Werner Jazzclub

Jazz in Werne

Mit fortgeschrittener Stunde wippten und schnippten die Besucher zur Musik. Der Jazzclub hatte mit Dr. Mojo zu einem Abend à la carte eingeladen. Der Vollblutmusiker ließ keinen Wunsch offen

Werne

, 12.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Dr. Mojo spielt Jazz von seiner sanften Seite im Werner Jazzclub

Dr. Mojo hielt Blickkontakt zum Publikum und erfüllte jeden Musikwunsch. © Helga Felgenträger

Zum dritten Mal veranstaltete der Jazzclub am Donnerstag seinen traditionellen Jazzabend im Baumhove Hotel-Restaurant am Markt. Das historische Fachwerk der einstigen Tenne bildete die Bühnen-Kulisse. Bis zur Galerie, vor dem Kamin sowie der Kupfertheke hatten die rund 40 Konzertbesucher Platz genommen.

Aus einer Liste mit 150 Musiktiteln – Oldies, Blues, Folksongs und Balladen – konnten sie sich ihre Lieblingsstücke aussuchen. „Heart of Gold“ von Neil Young, „Country Roads“ von John Denver oder das bekannte irische Volkslied „Whiskey in the Jar“ (Whisky im Krug, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert), das auch in Wernes Kneipen in den Musikboxen einst rauf- und runtergespielt wurde, erwärmten die Zuhörer. Zum Teil gleichzeitig spielte Dr. Mojo Bluesharp im Rack, Gitarre und Foot-Percussion.

Funke springt über

„Es dauert, bis die Gäste in Stimmung kommen“, stellte der Vorsitzende Horst Kraft im Verlauf des Abends fest. Aber mit fortgeschrittener Stunde gingen sie mit der Musik und spätestens beim gewünschten „Hallelujah“ von Leonard Cohen war der Funke übergesprungen. „Ich fühle mich an meine Jugend erinnert“, sagte Mathilde Baumhove. Und so mögen es viele an diesem Abend erlebt haben.

Die Zeit, in der die gewünschten Lieblingssongs gespielt wurden, lag für die meisten lange zurück. So ist es auch nicht erstaunlich, dass der größte Teil des Publikums an diesem Abend nicht mehr zu den Jüngsten zählte. Fast 30 Jahre lang ging der legendäre Abend („Jazz bei Paul“) in Fränzers Stadtschänke über die Bühne.

Wechsel zu Baumhove

Der Wechsel zu Baumhove im vergangenen Jahr hat der Veranstaltung offensichtlich nicht geschadet. Die Gäste fühlten sich wohl und wie Dr. Mojo im Anschluss an das Konzert anmerkte, gibt es einen kleinen positiven Unterschied zu Fränzer: „In der Stadtschänke spielte man zur Theke hingewandt, bei Baumhove hingegen habe ich einen besseren Blickkontakt zum Publikum.“ Er gastierte zum dritten Mal in Werne.


Das nächste Konzert „The Art of Swing“ ist am Donnerstag, 21. Februar, um 20 Uhr wieder bei Baumhove am Markt. Es spielen Ali Claudi und Hans-Günter Adam.

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