Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Einigung in Rekord-Zeit – So profitiert die Stadt Werne vom Euroroll-Millionen-Projekt

hzEuroroll in Werne

Euroroll setzt das größte Projekt der Firmengeschichte in Werne um. Die Stadt profitiert davon und wehrt sich dagegen, das Unternehmen hinter dem Rücken aus Ascheberg abgeworben zu haben.

Werne, Herbern

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Herberns größter Arbeitgeber will den nächsten Schritt wagen und Millionen investieren – in Werne. Dabei hatte Euroroll zunächst nach Flächen in Ascheberg gesucht und stand im Austausch mit der Gemeinde. Doch es lief nicht so, wie es sich das Unternehmen erhoffte. Und plötzlich ging alles ganz schnell mit dem neuen Standort in Werne.

„Das ging alles fast in Rekord-Zeit“, sagt die Werner Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht. Im August 2018 habe Euroroll erstmals Kontakt zur Stadt Werne aufgenommen, im Januar war alles in trockenen Tüchern. Was sonst mehrere Jahre dauern kann, ging hier in einem halben Jahr.

Im dritten Quartal 2019 sollen die Bauarbeiten schon beginnen. „Euroroll hat den ersten Schritt auf uns zu gemacht“, betont Brautlecht – aus gutem Grund.

Jetzt lesen

Seit Jahren stand Euroroll im engen Austausch mit der Gemeinde Ascheberg, die sogar schon ein Areal erworben hat, damit sich das Unternehmen in Herbern vergrößern kann. Doch Zeit war ein großer Faktor, sodass die Gemeinde nun auf dem Areal sitzen bleibt.

„Wir haben niemanden abgeworben“, betont Brautlecht. Durch die schnelle Umsetzung konnte die Stadt Werne bei Euroroll punkten und Euroroll nach Werne ins Gewerbegebiet Wahrbrink locken – und profitiert nun selbst davon.

Mehr Arbeitsplätze bedeuten mehr Steuereinnahmen für die Stadt

„Für die wirtschaftliche Entwicklung und auch für die Außenwirkung ist das super“, betont Brautlecht. Auch Stephan Holdenried, Geschäftsführer von Euroroll, lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Werne: „Die Verhandlungen liefen sehr professionell, gut und schnell ab.“

In Werne baut Euroroll einen zweiten Standort mit Platz für etwa 150 Arbeitsplätze – und mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte können höhere Steuereinnahmen für die Stadt bedeuten.

Letztes großes Grundstück der Stadt ist damit verpachtet

Nach der Hella-Expansion und Firmen wie Thermosensor konnte die Stadt Werne also nun auch Euroroll als nächsten großen Unternehmer für sich gewinnen. „Es ist wichtig, solche Unternehmen in der Region zu haben und zu behalten. Das ist eine Win-Win-Situation“, so Brautlecht.

Mit dem Neubau im Wahrbrink hat sich Euroroll das letzte große Grundstück der Stadt Werne im Gewerbegebiet Wahrbrink gesichert. Das größte noch zu vermarktende Grundstück der Stadt befindet sich nun im Norden mit einer Fläche von 22.000 Quadratmetern.

Euroroll investiert hohe einstellige bis zweistellige Millionensumme

Euroroll nutzt in Werne zukünftige eine bebaute Fläche von 13.500 Quadratmetern – das ist doppelt so viel wie am bisher einzigen Standort in Herbern, der allerdings weiterhin genutzt wird.

In Werne investiert Euroroll eine hohe einstellige bis zweistellige Millionensumme, um ab Herbst 2020 spezielle Produkte im Bereich Paletten-Durchlaufsysteme für Märkte wie Nord- und Lateinamerika zu entwickeln und produzieren.

Lesen Sie jetzt

Halterner Zeitung Euroroll expandiert

Euroroll mit Millionen-Projekt in Werne – Das sind die Pläne von Herberns größtem Arbeitgeber

Euroroll investiert Millionen in die eigene Zukunft. Ein neuer Standort in Werne ist geplant. Jetzt steht fest, was dort passieren soll und wann die Bauarbeiten beginnen. Von Mario Bartlewski

Lesen Sie jetzt