Falschparker an der B 54 in Werne müssen jetzt mit Knöllchen rechnen

hzParken in Werne

Für die Zeit der Baustellen-Pause an der Münsterstraße drückte die Stadt Werne ein Auge zu, wenn Falschparker entlang der B 54 parkten. Seit rund einer Woche gibt es in einigen Bereichen aber Knöllchen.

Werne

, 19.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Monatelang ruhte die Baustelle an der B 54, wo einst die alte Fußgängerbrücke über die Fahrbahn führe. Und mit ihr auch die Park-Knöllchen. Doch seit Mitte Mai hat der ein oder andere Autofahrer bereits ein gelbes Zettelchen an seiner Windschutzscheibe gefunden.

Denn seit dem 11. Mai spricht die Stadt Werne rund um die Baustelle Falschparkern Bußgelder aus. „Vor der Baustelle gab es im Bereich B 54 Beschilderungen, die auf den Seitenstreifen LKW-parken verboten und PKW-parken an bestimmten Stellen zuließen (von BMW Schmidt bis ehemalige Gaststätte Bülhoff beidseitig)“, sagt Kordula Mertens von der Stadt Werne auf Anfrage.

In der Zeit zwischen Brückenabriss und Beginn der Baumaßnahmen habe die Stadt aus Kulanz keine Knöllchen verteilt. Das hätte rein rechtlich nicht gemacht werden müssen, so Mertens. Da die Baumaßnahmen aber ruhten und die Parkflächen und Abgrenzungen für die Parkenden teilweise nicht eindeutig erkennbar waren, hatte sich die Stadt für diese Übergangszeit dazu entschieden, ein Auge zuzudrücken.

Knöllchen kosten nach neuem Bußgeldkatalog 25 Euro

Das ist seit dem 11. Mai anders: Die Baustelle für den Bau des Kreisverkehrs ist eingerichtet. „Die Zäune sperren bestimmte Bereiche komplett ab, sodass dort nicht mehr geparkt werden kann/darf“, teilt Mertens mit. „Die vorhandene Beschilderung wurde dem Baustellenstart und den Baustellenabsperrungen angepasst, sodass ab Mittwoch, 6. Mai, für jedermann offensichtlich die Beschilderung wieder galt.“

Die Fußgängerbrücke über der Münsterstraße ist seit Ende letzten Jahres Geschichte.

Die Fußgängerbrücke über der Münsterstraße ist seit Ende letzten Jahres Geschichte. © Archivfoto Andrea Wellerdiek

Eigentlich hätte ein solches Vergehen 15 Euro gekostet. Weil aber in der Zwischenzeit der Bußgeldkatalog geändert worden ist, müssen Falschparker nun 25 Euro Verwarnungsgeld bezahlen. Zehn dieser Knöllchen hat die Stadt Werne bis einschließlich Montagmorgen geschrieben.

Adrian Kersting vom Fachbereich Straßen und Verkehr der Stadt Werne sagt zur Dauer der Baustelle: „Aktuell gehen wir von einer Bauzeit bis etwa Mitte Juli aus. Eine Erweiterung der Baustelle ist nicht vorgesehen, daher gehe ich davon aus, dass das Parkverbot nicht ausgeweitet wird.“

Baustelle hatte sich um rund zwei Monate verschoben

Der genaue Bereich des Parkverbotes im Bereich des Kreisverkehrs wird nach Fertigstellung der Baumaßnahme festgelegt. Er wird allerdings ungefähr der jetzigen Regelung entsprechen, heißt es dazu seitens der Stadt.

Der Bau des Kreisverkehrs sollte eigentlich nahtlos an den Abriss der Fußgängerbrücke Ende letzten Jahres anschließen. Da aber das beauftragte Bauunternehmen Pollmann auf einer anderen Baustelle in Verzug geraten war, verschob sich auch der Start des Kreisverkehres in Werne um rund zwei Monate. Anfang Februar sagte Kersting gegenüber der Redaktion, dass die Stadt eine Vollsperrung der Münsterstraße für die finalen Asphaltarbeiten nicht ausschließen könne.

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