Dann lasst sie doch meinetwegen durch die Fußgängerzone brettern!

hzKommentar Klare Kante

Fahrradfahrer pflügen in Massen durch die Fußgängerzone. Selbstverständlich verbotenerweise. Was tun? Stärker kontrollieren? Unser Autor hat eine andere Idee.

Werne

, 16.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ich gebe zu, ich war schon etwas erschrocken, als ich nach einer Stunde die Striche summiert habe, für verbotenes Fahrradfahren in der Fußgängerzone. Es waren genau 55 Radfahrer, die an einem Dienstagnachmittag verbotenerweise über den Werner Marktplatz (Teil der Fußgängerzone) radelten.

Ich gebe zu, mein erster Impuls war: mehr Kontrollen und höhere Strafen. Denn wenn auch die meisten von ihnen langsam fuhren, so ergaben sich zum Beispiel an der Engstelle zwischen Baumhove und dem Eiscafé Campo drubbelige Situationen.

Plädoyer für eine ganz andere Lösung

Und dennoch plädiere ich für eine ganz andere Lösung: Gebt die Fußgängerzone komplett für Fahrradfahrer frei. 24 Stunden. Und nicht, wie aktuell, nur von 19 bis 8 Uhr, also in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden.

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Wenn ich im Urlaub bin, erlebe ich es bisweilen in Kleinstädten von der Größe Wernes, dass Radler und Fußgänger gedeihlich miteinander in den Einkaufsbereichen auskommen. Warum sollte das nicht in Werne funktionieren? Schließlich ist bereits der untere Teil der Steinstraße, vom Salinenparc bis Peacock, für Zweiräder geöffnet. Radfahren ist gesund und beliebt.

Selbstverständlich bedarf eine solche Regelung gegenseitiger Rücksichtnahme. So, wie es der Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung vorgibt. Ein zeitlich befristeter Versuch wäre es allemal wert.

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