Gasnetz-Ausbau in Horst Westnetz fragt Interesse ab - Anschluss ab 2023 deutlich teurer

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Bürgermeister Lothar Christ begrüßte die Westnetz-Vertreter und zahlreiche Menschen aus Horst zu der Gasnetz-Infoveranstaltung Mitte September.
Bürgermeister Lothar Christ begrüßte die Westnetz-Vertreter und zahlreiche Menschen aus Horst zu der Gasnetz-Infoveranstaltung Mitte September. © Günther Goldstein
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Lohnt sich in der aktuellen Gas-Krise überhaupt ein neuer Gas-Anschluss? Mit dieser Frage befassten sich zahlreiche Horster Mitte September auf einer Info-Veranstaltung von Westnetz. Aber auch die Firma selbst überprüft, ob sich eine Investition in eine Gasversorgung in dem kleinen Werner Stadtteil lohnt. Noch bis 31. Dezember 2022 haben Bewohner Horsts Gelegenheit, ihr Interesse an einem Gashausanschluss gegenüber Westnetz zu bekunden. Danach endet die sogenannte Markterkundungsphase für den Stadtteil.

Bisher haben sich vorrangig Bürger und Bürgerinnen aus dem südlichen Bereich des Stadtteils für die Verlegung eines Gashausanschlusses entschieden. Anhand der bis einschließlich 31. Dezember eingegangenen Gashausanschluss-Anträge prüft Westnetz, als verantwortlicher Netzbetreiber, in einer konkreten Feinplanung die wirtschaftliche Machbarkeit eines Gasnetzausbaus für Werne-Horst.

Ab 2023 deutlich teurer

„Als Eigentümerin des bestehenden Gasnetzes haben wir in unserer letzten Aufsichtsratssitzung die Westnetz damit beauftragt, die konkreten Netzplanungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchzuführen, um eine finale Entscheidung über den Aus- oder Nichtausbau des Gasnetzes in Horst treffen zu können“, sagt Bürgermeister Lothar Christ, Aufsichtsratsvorsitzender der Werne Netz GmbH. Vorsorglich weist das Unternehmen darauf hin, dass sich die Netzanschlussgebühren für einen Standard-Gashausanschluss im Jahr 2023 signifikant erhöhen werden.